Die Kolumne von Sophie Selbst-Zweifel

Würde

Foto: Myriams-Fotos / Pixabay

Mein Name ist Sophie und ich bin Denkerin. Als Kolumnistin schreibe ich über das, was ich denke.

Gleich zu Beginn frage ich mich, ob WÜRDE bei uns groß oder klein geschrieben wird. Je nachdem, es kommt auf den Kontext an. Manchmal bleibt es bei der Möglichkeitsform, die andeutet, dass es nicht so ist, wie es sein könnte oder sollte.

Die korrekte Rechtschreibung ist das vergleichsweise kleinste Problem. Würde hat eine besondere Bedeutung und in unserem Grundgesetz sogar den höchsten Stellenwert, bündelt es doch alle Menschenrechte in diesem Begriff. Niemand wäre mehr oder minder wert, egal welchen Geschlechts oder Alters und ebenso unabhängig von Herkunft und Religion.

Wie kann es dann sein, dass Würde flächendeckend eine so geringe Rolle spielt, oft auf der Strecke bleibt und mancherorts sogar mit Füßen getreten wird? Vielleicht mangelt es an einem Bewusstsein für Würde. Welche Konsequenzen hat es, wenn wir Zeuge, Täter oder Opfer von Verletzungen jener Würde werden, die für uns unantastbar sein sollte?

Was können wir tun? Ich denke, als allererstes sollten wir uns selber fragen und bei den Wertmaßstäben nicht zweierlei Maß anlegen. Hören wir doch auf, jene materiellen Güter und Reichtümer zu bewundern und zu verherrlichen, die unter unwürdigen Verhältnissen erwirtschaftet wurden! Verneigen wir uns nicht vor einem Mammon, der scheinbar seine Hände in Unschuld wäscht, aber seine Diamanten in Blut badet! Schwören wir dem Glauben an anständige Rendite ab!

Wenn es um unsere Integrität geht, sollten wir morgens in den Spiegel sehen können. Die unbequeme Wahrheit sieht so aus, dass wir viel Verantwortung selber tragen und für mehr Menschenrechte einsetzen müssen.

Würde ich mir über Würde keine Gedanken machen und sie als Richtschnur für mein Handeln sehen, wäre der Artikel 1 für die Katz´.

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