30 Hamburger Museen gewähren am 31. Okt. freien Eintritt:

See For Free

Foto: Hanna Lenz / Hamburger Kunsthalle

In manchen Städten ist es bereits Alltag, in Hamburg ziert man sich seit Jahren: Museen mit freiem Eintritt. Am Reformationstag aber geht es doch.

Als Anlass wurde er 2017 als Wiedergutmachungstag für die Einschränkungen bei G20-Gipfel 2017 eingeführt: der Tag mit freiem Eintritt bei den staatlichen Museen. Dann wurde der neuen Feiertag zum 31. Oktober als geeignete Verlängerung genommen und der Ansturm ist auch recht groß. Aber auf eine allgemeine Ausweitung auf die Dauerausstellungen der Hamburger Museen lässt man sich denn doch nicht ein. Dabei täte es unserem Kulturverständnis sicher gut. Nun aber könne wir uns wieder auf zumindest den einen Tag freuen und das Motto lautet: See für free.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Am 31. Oktober 2019 öffnen rund 30 Hamburger Museen im Rahmen der Kampagne #seeforfree ihre Türen und bieten ein vielfältiges Programm.

#seeforfree – der 31. Oktober ist ein Museumstag für alle, an dem Interessierte dazu eingeladen sind, in den vielfältigen Ausstellungen der Hamburger Museen über Geschichte und Gegenwart, Kunst und kulturelle Traditionen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Seit jeher stellen Feiertage Gemeinschaft her, bringen Familienmitglieder, Freundinnen und Freunde zusammen. Die staatlichen Museen und Ausstellungshäuser sowie viele weitere private Museen greifen diese Tradition am Tag der Reformation auf und öffnen ihre Pforten noch ein Stück weiter als sonst – mit gezielten fremdsprachlichen Angeboten, Sonderveranstaltungen und freiem Eintritt. Dadurch wird ganz besonders deutlich, dass unsere Museen Räume für aktuelle gesellschaftliche Debatten eröffnen und dieses Angebot an alle Bürgerinnen Bürger richten.“

Mit Einführung des Tags der Reformation im vergangenen Jahr als arbeitsfreiem Tag beabsichtigen Senat und Bürgerschaft, einen gesellschaftlichen Impuls zu setzen und eine Brücke zwischen allen religiösen oder säkularen Weltanschauungen zu bauen. Die staatlichen Museen und Ausstellungshäuser sowie viele weitere private und Universitätsmuseen, die an diesem Tag eintrittsfrei zugänglich sind, übernehmen dabei eine besondere Rolle: Sie bieten interessante Sonderprogramme und Führungen in verschiedenen Sprachen, Mitmachaktionen, Musik, Lesungen oder Museumsrallyes für Kinder und Erwachsene. Viele Museen greifen dabei das zentrale Thema des Tages auf und stellen es auf Basis ihrer ständigen Sammlungen oder aktuellen Ausstellungen zur Diskussion. So werden im Museum für Kunst und Gewerbe die Gemeinsamkeiten von Judentum und Christentum beleuchtet und diskutiert. Das Archäologische Museum Hamburg bietet im Rahmen der neuen Sonderausstellung „hot stuff – Archäologie des Alltags“ die Möglichkeit, über das Spielen mit Klassikern wie „Space Invaders“ und „Gameboy“ in die eigene Kindheit einzutauchen. Das Museum der Arbeit untersucht mit „Europe at Work“ den Wandel in der Arbeitswelt und sammelt in diesem Zusammenhang Geschichten der Besucherinnen und Besucher.

Der Museumsdienst Hamburg organisiert und koordiniert im Auftrag der Behörde für Kultur und Medien diesen Tag sowie die analogen und digitalen Werbemaßnahmen. Beim ersten eintrittsfreien Tag am 31. Oktober 2018 zählte der Museumsdienst bereits über 70.000 Besuche, darunter viele Menschen, die sich erstmals aufmachten, die Hamburger Museen zu erkunden. Das komplette Programm im Überblick unter: www.seeforfree.de

Folgende Museen bieten am Tag der Reformation freien Eintritt:

  • Altonaer Museum
  • Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg
  • Bucerius Kunst Forum
  • Computer-Museum des Fachbereichs Informatik der Universität Hamburg
  • Dampfschiff SCHAARHÖRN (Stiftung Hamburg Maritim)
  • Deichtorhallen Hamburg
  • Deutsches Zusatzstoffmuseum
  • Energieberg Georgswerder
  • Freilichtmuseum Rieck Haus
  • Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg
  • Hafenmuseum Hamburg
  • Hamburger Genossenschaftsmuseum
  • Hamburger Kunsthalle
  • Hamburger Schulmuseum
  • Helmut-Schmidt-Ausstellung
  • HSV Museum
  • Jenisch Haus
  • Kramer-Witwen-Wohnung
  • Kunsthaus Hamburg
  • Kunstverein Harburger Bahnhof
  • KZ-Gedenkstätte Neuengamme
  • Medizinhistorisches Museum
  • Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt – MARKK
  • Museum der Arbeit
  • Museum für Bergedorf und die Vierlande
  • Museum für Hamburgische Geschichte
  • Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
  • Sammlung Falckenberg / Deichtorhallen Hamburg

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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