Die Kolumne von Sophie Selbst-Zweifel

Science-Fiction

Foto: justraveling / Pixabay

Mein Name ist Sophie und ich bin Denkerin. Und an-gespannt.

Die Digitalisierung erfährt gerade einen enormen Schub. Ich werfe einen differenzierten Blick sowohl nach innen als auch nach vorne und halte den Lockdown für ein Lehrstück. Denn mir scheint, dass der Mensch überfordert ist, wenn sich zu viel in sehr kurzer Zeit ändert. Das gilt übrigens auch für andere Lebensformen. Im Normalfall brauchen wir natürlich mehr Zeit, um uns an neue Gegebenheiten anzupassen. So funktioniert Evolution. Das Virus ließ uns allerdings kaum eine andere Wahl, als drastisch schnell zu reagieren. Das stürzte die allgemeine Psyche in große Verunsicherung und verursachte Stress im System. Bereits im Zuge der Globalisierung konnte man beobachten, dass Ängste anfällig oder gar krank machen. Es stellt sich die Frage, ob der Hase nicht dort im Pfeffer liegt, wo das Kapital ist, denn dieses hat die dumme Angewohnheit, die eigenen Interessen rücksichtslos gegen die Natur und alles andere durchzusetzen. Als nächstes gibt die Digitalisierung den Takt vor. Der Technik ist es egal, ob der Mensch sich damit wohlfühlt oder nicht. Wir werden nicht gefragt, weil es sich nicht rechnet. Also bleibt uns bald – wahrscheinlich schneller, als uns lieb ist – keine andere Wahl, als Programme mit unseren Daten zu füttern, uns Algorithmen auszuliefern, mit Automaten zu sprechen und Maschinen zu bedienen. Die Menschlichkeit ist halbwegs vom Aussterben bedroht. Vielleicht wird es als logische Folge eines Tages eine neue Spezies geben: die Borg. Mit optionaler Selbstoptimierung, wenn man eine Schraube locker hat.

 

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