Serie: was war 2020 und was kommt 2021? – die Betreiber des „Komm du“

Richtig ins Zeug gelegt!

Die Komm du-Familie Britta Barthel und Achim deBuhr (Foto: privat)

War 2020 einfach nur für die Tonne? Wir haben bei Kulturschaffenden nachgefragt. Heute die Betreiber des Kulturcafés ´Komm du`

Wie hat sich die Pandemie im Arbeitsalltag 2020 bemerkbar gemacht?

Durch das ständige hin und her mit Lockdown, Lockdown light und Hygienemaßnahmen ist eine Planung quasi unmöglich geworden. Ständig neue Regeln, Maßnahmen und Hygienekonzepte haben uns viel Geld gekostet, die wir nicht mal wieder erwirtschaften konnten. Mitarbeiter haben Angst Ihren Job zu verlieren und wir unsere Existenz.

Wie weit werden die Nachwirkungen nachhallen?

Da habe ich 2 Meinungen zu:

  1. Die Menschen freuen sich, dass es vorbei ist und werden dementsprechend bei uns einströmen, feiern, trinken und essen. Die Hoffnung basiert darauf, dass die Regierung alles lockern wird und die, die zu viel Angst vor dem Covid Virus haben zuhause bleiben.
  2. Die Menschen haben noch zu viel Angst vor dem Virus, so dass der größte Teil der Menschen zuhause verbringen wird.

Was waren 2020 die gravierendsten Entwicklungen?

Das ständige hin und her. Weil Politiker sich nicht entscheiden konnten wie Sie vorgehen sollen.

Der Lockdown light war am überflüssigsten. Da konnte man genau erkennen, dass die Gastronomie nicht für die hohen Zahlen verantwortlich war.

Was hat 2020 an neuer Kreativität hervorgebracht?

Künstler haben sich richtig ins Zeug gelegt. Mit Livestreams haben wir nicht wirklich Umsatz gemacht. Aber wir hatten ein gutes Gewissen, Künstler damit zu unterstützen. Zudem konnten wir Erfahrungen im Open Air Bereich sammeln (Fight for Live) was uns sehr entgegen gekommen ist.

Was war das persönlich einschneidenste Erlebnis in 2020?

Ganz einfach. Fight for Live. Die Gelder die wir von den Behörden bekommen haben, konnten wir gut unter Künstler, Bühnenbauer, Security etc. verteilen. Das hat uns allen sehr geholfen.

Was ist für 2021 absehbar?

Eine schwache Wirtschaft, die wir erst einmal wieder aufbauen müssen. Clubs, die der Insolvenz entgegen treten und bekämpfen müssen. Entstandene Schulden, die abgebaut werden müssen.

Was wäre in 2021 wünschenswert?

Weniger Anträge auszufüllen, da wir selber wieder wirtschaftlich arbeiten können und dürfen.

Was wird von 2020 bleiben?

Schulden und die Ungewissheit, ob der Staat Pandemien ausnutzen wird, um Grundgesetze oder ähnliches ändern zu dürfen.

 

Britta Barthel und Achim de Buhr vom Kulturcafé Komm du

www.komm-du.de

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