Ausstellung würdigt Harburger Künstlerin zum 75. Geburtstag

Retrospektive: Margrit Rohmann

Margrit Rohmann: Der Dom, 400x391, Ausschnitt (Fotos[ 3]: AMH)

Margrit Rohmann wusste, dass laut und leise keine Gegensätze sind. Zu ihrem 75. Geburtstag zeigt eine Retrospektive nun, wie sie es künstlerisch verarbeitete.

Laut und leise bedingen einander. Wer die eine Seite nicht kennt, kann mit der anderen nicht umgehen. So lässt sich das Werk von Margrit Rohmann beschreiben, das nun vom 15. August bis 15. September in der Sonderausstellung „Margrit Rohmann – Retrospektive“ im Stadtmuseum Harburg zu sehen ist. Die Künstlerin vereinte in ihren Arbeiten, die jetzt zum ersten Mal so umfassend der Öffentlichkeit präsentiert werden, kraftvolle, nahezu expressionistische Gemälde, aber auch zarte, poesievolle Aquarelle.

Der Nachlass Margrit Rohmanns

In diesem Jahr wäre die Harburger Künstlerin Margrit Rohmann 75 Jahre alt geworden. 1943 in Celle geboren, wuchs sie in Hamburg auf und lebte viele Jahre in Harburg. Nach ihrem Tod 2012 übergab ihr Ehemann und einstiger Feuilleton-Redakteur der Harburger Anzeigen & Nachrichten, Ernst Brennecke, dem Stadtmuseum Harburg den vollständigen Nachlass. Ihr Werk umfasst zahlreiche Aquarelle, Ei-Tempera-Bilder, Ölkreiden, Holzschnitte und Fotografien, die sich allesamt durch eine akribische Weltsicht, voller Details und voller Liebe zur Farbe und zum Licht, auszeichnen.

Margrit Rohmann: Der Soldat, 300×400

Rohmanns Kunst

In ihren Arbeiten setzte sich die Künstlerin immer wieder mit der Umwelt auseinander. Dabei hinterfragte sie ständig das Gesehene und auch das Gemalte. Landschaften wurden abstrahiert, Menschen typisiert. Im nordfriesischen Wattenmeer entdeckte sie eine ungeheure Farbenpracht, in ihrer Harburg-Serie wurde der Harburger Ring auf eine ganz eigene Weise dargestellt. Besondere Ausdrucksmöglichkeiten entdeckte sie in der Hittfelder Glasgalerie von Eliška Stölting. Dort fotografierte sie in die dort ausgestellten Glasobjekte hinein, um neue Farb- und Flächenwelten zu entdecken.

Margrit Rohmann: der Akt, 280×400

Margrit Rohmanns Werdegang

Die Auseinandersetzung mit der Kunst begann für Margrit Rohmann unmittelbar nach ihrer Schulzeit. Sie besuchte die Kunstschule Alsterdamm. Später war sie mehrere Jahre Schülerin der Malerin Brigitte Nolden und studierte zwei Jahre lang Druckgrafik bei Peter Fetthauer. Studienreisen unternahm sie nach Ungarn, La Palma, Ostfriesland, Rügen, Paris, England, Spanien, an die Mosel und immer wieder nach Nordfriesland. Als Dozentin gab sie ihr Wissen zunächst beim Verein Arbeiterkultur (der heutigen Kulturwerkstatt) und dann an der Volkshochschule weiter.

Ausstellungen

Von ihren zahlreichen Ausstellungen seien die in Harburg (Sparkasse Harburg-Buxtehude, Produzentengalerie Schwarzenbergstraße und Bücherhalle), Jesteburg (Atelier Frank Pein), Jork (Galerie neue diele), Hamburg (Hauptbahnhof), Seevetal-Hittfeld (Glasgalerie Stölting und Schienenmuseum), Hollenstedt, Timmendorfer Strand und Klingberg/Pönitz genannt.

Ausstellungsaduer: 15. August bis 15. September 2019, Archäolog. Museum Hamburg, Harbruger Rathausplatz 5, 21073 Hamburg, Öff.-Zeiten: Die-So., 10-17h, Eintritt: 6,- €, erm. 4, Mitgl. Des Museumsvereins haben freien Eintritt

 

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