Goethe-Institut hat die digitale Plattform kulturama.digital gestartet

Online-Kultur querbeet

Foto: Adam Derewecki / Pixabay

Kultur trotz sozialer Distanz? Um Kulturschaffenden und ihren Online-Veranstaltungen über Grenzen hinweg mehr Sichtbarkeit und Reichweite zu verschaffen, bringt das Goethe-Institut die digitale Plattform kulturama.digital an den Start.

Ab sofort können Kulturschaffende aller Sparten und weltweit ihre Veranstaltung hier für ein internationales Publikum zugänglich machen und über die Möglichkeit einer Spenden-Funktion auch finanzielle Unterstützung von den Zuschauer*innen erhalten.

Auf der Plattform heißt es: „Weltweit stehen Kulturschaffende und Kulturinstitutionen angesichts von Corona vor existenziellen Herausforderungen: Museen und Theater sind auf unbestimmte Zeit geschlossen, Musiker*innen können keine Konzerte spielen, viele internationale Kulturveranstaltungen wurden aufgrund zahlreicher Grenzschließungen abgesagt. Digitale Formate bieten Künstler*innen und Kulturorganisationen derzeit die einzige Möglichkeit, ihre Arbeiten vor einem Publikum zu präsentieren. Dabei sind den Ideen im Internet keine Grenzen gesetzt: ob ein virtueller Ausstellungsrundgang in London, ein Puppentheater in der Küche, ein digitales Ballett aus Tokyo oder eine Lesung im Wohnzimmer. Digitalisierung macht Kultur nicht nur von zuhause und über Grenzen hinweg erreichbar, sondern bringt auch Experimentelles und Innovatives mit sich.“
Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, sagte anlässlich des Starts von kulturama.digital: „Weltweit stehen Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturinstitutionen vor existenziellen Herausforderungen: Abgesagte Konzerte, geschlossene Museen, wegbrechende Einnahmen. In Zeiten sozialer Distanz ist die Digitalisierung im Moment der einzige Weg, um Kulturangebote auf virtuelle Weise an die Menschen zu bringen. Mit kulturama.digital wollen wir unsere Solidarität zeigen und eine globale Plattform bieten, die Kulturangebote von Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt nicht nur bündelt, sondern über Grenzen hinweg sichtbar macht. Bei kulturama.digital setzt das Goethe-Institut ausschließlich auf nutzergenerierte Inhalte, die selbst hochgeladen werden können. Experimentelle und klassische Formate sind dabei gleichermaßen erwünscht. Ich freue mich auf eine vielfältige, innovative und diverse Sammlung an Kulturangeboten der ganzen Welt, die es auch finanziell zu unterstützen gilt.“
Ob ein Konzert in einem Tokioter Wohnzimmer, ein virtueller Ausstellungsrundgang in New York oder eine Lesung als Livestream aus Nairobi. Die Bandbreite an digitalen Kulturangeboten, die Künstler*innen und Kulturinstitutionen ab sofort und kostenlos auf kulturama.digital hochladen können, ist groß. Alle Angebote werden auf der englischsprachigen Plattform übersichtlich nach Sparte, Region und Datum gebündelt, so dass jede*r in Zeiten geschlossener Kulturhäuser schnell das Kulturangebot findet, das ihm oder ihr gefällt. Kulturschaffende haben darüber hinaus die Möglichkeit, einen Spenden-Button unter ihre Veranstaltung zu setzen. So können Zuschauer*innen auch einen finanziellen Beitrag leisten für eine lebendige Kulturszene im Internet.
Und in der Tat: Kulturschaffenden finden hier eine einfache aber vielfältig gestreute Online-Plattform vor, die es ermöglicht sowohl kostenfrei Angebote zu unterbreiten und so Aufmerksamkeit zu erhaschen oder aber auch gegen Bezahlung. Das Gute: durch die Vielzahl an hochrangigen und auch internationalen Angeboten könnte die Wahrscheinlichkeit hoch sein, beim Suchen nach passenden Angeboten und Interessen durch Zufall gefunden zu werden.

Und man spart eigene Aufbauarbeiten, da man ein werbefreies Portal nutzen kann und dennoch ja mit eigenen Links im eigenen Netzwerk auf seine Veranstaltung aufmerksam zu machen. Beispiel: kulturama.goethe.de/event

Weitere Informationen finden Sie auf: www.kulturama.digital

Quelle: Goethe-Institut

 

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