Die Kolumne von Sophie Selbst-Zweifel

Niederlage

Foto: siviarita / Pixabay

Mein Name ist Sophie und ich bin Denkerin. Ich denke, ich sollte mich häufiger klarer ausdrücken und schneller auf den Punkt kommen.

Stattdessen rede ich gelegentlich andere unter den Tisch oder mich selbst um Kopf und Kragen – und wie sieht das dann aus? Also bitte! Ein kopfloses Durcheinander, zwar mit Hand und Fuß, aber nur mir selbst verständlich.Wenn die Leidenschaft mit mir durchgeht, schieße ich schon mal über´s Ziel hinaus. Später kommt dann die Erkenntnis, dass das, was ich von mir gab, nicht gut durchdacht war und u. U. mehr geschadet als genützt hat. Tja, hinterher ist man bekanntlich immer klüger, aber besser spät, als nie.

Was ich an Eifer zu viel habe, fehlt mir an anderer Stelle an angemessenem Selbstbewusstsein. Obwohl ich beruflich aus dem kaufmännischen Genre komme, kann ich mich selber irgendwie nicht gut verkaufen. Stattdessen handele ich mich selbst herunter, zähle Mängel auf, verweise auf Schwächen und stelle quasi meine Kompetenzen wider besseres Wissen in Frage sowie mein Licht unter den Scheffel.

Warum bloß? Weil ich mir nicht sicher bin und gerne offenherzig. Manchmal schade ich mir damit selbst und dann hätte der Zweifel einmal mehr gut Lachen, weil er ja schon VORHER alles besser weiß. Aber er ist nicht schadenfroh, sondern tröstet mich mit dem Gedanken, dass am Ende alles so kommt, wie es kommen muss und somit seine Richtigkeit hat.

Er rät mir, nach jeder Enttäuschung nach vorne zu schauen, und nur ausnahmsweise zurück, und zwar auf Erfolge. Dumm ist das nicht, eher oberschlau: aus allem das Beste machen.

 

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