Behörde für Kultur und Medien fördert innovatives Literaturprojekt aus Hamburg

Neue Literaturzeitschrift „Tau“

Sie wollen Texten in Hamburg einen Fluchtpunkt geben: das Autor*innenkollektiv der neuen Zeitschrift "tau" - hier bei der "Geburtslesung". (Foto: tau)

Die Behörde für Kultur und Medien hat sich entschieden, ein neues Literaturprojekt in Hamburg zu unterstützen. Denn man „Tau“!

Ein Kollektiv von Autor*innen hat die Idee entwickelt, die zum Mitmachen und –schreiben einlädt und die sie auf der frisch online gegangenen website wie folgt umschreibt:

tau möchte das literarische schaffen einer metropole und darüber hinaus abbilden – als plattform für literarische entwicklungen, tendenzen und perspektiven, öffentlich und permanent.

tau publiziert prosa, lyrik, essays, dramatisches und gattungsfreies und möchte über lesungen autor*innen und leser*innen zusammenführen. dabei tritt tau in dialog zu anderen kunstformen und verlässt abgesteckte gebiete der literatur: zu jeder ausgabe lädt tau eine*n künstler*in resp. illustrator*in ein.

tau widmet sich der zusammenführung von literatur und leser*innen über die hanseatisch-nordische perspektive hamburgs. uns vereint das gemeinsame interesse an neuentdeckungen sowie neuem von bereits bekannten autor*innen, dazu das anliegen, zeuge und förderin eines spannenden umschlagplatzes frischer texte – des literarischen pendants zum hamburger hafen – zu sein.“

Im  März gab es dann eine „Geburtslesung“ im ´mindspace` am Rödingsmarkt und nun ist sie da und kann auch abonniert werden: „tau“.

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Hamburg hat eine neue Literaturzeitschrift: Gefördert mit 60.000 Euro von der Behörde für Kultur und Medien  erscheint im April 2018 die erste Ausgabe von „Tau – Die Literaturzeitschrift“. Das erste Heft enthält literarische Beiträge aus verschiedenen europäischen Ländern. Die erste Ausgabe wird von einem Lesungsprogramm flankiert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Ohne das Tau geht im Hafen und bei der Seefahrt nichts. Es steht für Stabilität und Sicherheit. Der Tau hingegen symbolisiert Frische, einen Neuanfang. Hamburgs neue Literaturzeitschrift spielt mit beiden Bedeutungen und will Umschlagplatz für neue Texte aller Genres sein. Die Hamburger Autorinnen und Autoren haben mit ‚Tau‘ ein innovatives Projekt vom Stapel gelassen, das der Literatur eine neue Bühne bietet, Lust auf Lesen macht und den Blick auf andere Genres weitet.“

Die Redaktion von „Tau“: „,Tau‘ bezieht Stellung, steht für Anfang und Neues, ist physischer Fluchtpunkt für Texte, mit regelmäßigen Lesungen Sammelpunkt für Schreibende und Lesende in Hamburg und darüber hinaus, publiziert Essays, Prosa, Lyrik, Dramatisches und Gattungsfreies, tritt in Dialog zu anderen Kunstformen und verlässt abgesteckte Gebiete der Literatur.“

Hinter „Tau – Zeitschrift für Literatur“ steht ein Hamburger Autorenkollektiv, bestehend aus Jonis Hartmann, Sascha Preiß, Marie-Alice Schultz und Nathalie Keigel. Autorinnen und Autoren der ersten Ausgabe sind Tugen Ghayath Almadhoun (Schweden), Mirko Božić (Bosnien-Herzegowina), Leen Pil (Belgien), Stephan Roiss (Österreich) sowie aus Deutschland Lütfiye Güzel, Lars Henken, Jessica Kasimir, Melanie Khoshmashrab, Sascha Kokot, Mariusz Lata, Angela Lehner, André Patten, Andreas Reichelsdorfer, Sebastian Andreas Rouget, Mercedes Spannagel und Johannes Witek.

Sie reichten Texte zum Thema „Akute Langwaffen“ ein und wurden aus 160 Bewerberinnen und Bewerbern zur Veröffentlichung ausgewählt.

Künftig soll „Tau“ in einem Umfang von 120 bis 180 Seiten und mit Texten von 10 bis 15 Autoren und Autorinnen alle neun Monate erscheinen, jeweils mit einem neuen Thema, das auf provokante oder verblüffende Weise Texte aus Hamburg und darüber hinaus versammelt und die Perspektive auf bildende Kunst erweitert. Jede Ausgabe wird von einem anderen Künstler oder Künstlerin gestaltet. Für die erste Ausgabe lieferte der Hamburger Künstler Sebastian von Papp seine modularen Zeichnungen. Die Gestaltung des Heftes stammt von Steffen Budke.

„Tau“ ist ab sofort unter anderem in der Buchhandlung & Antiquariat Lüders in Eimsbüttel (Heußweg 33) und im Nachladen auf St. Pauli (Sternstraße 17) sowie online unter www.tau-texte.de/abo  erhältlich. Die Ausgabe kostet 10,00 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.tau-texte.de.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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