Die Kolumne von Sophie Selbst-Zweifel

Navigation

Foto: padrinan / Pixabay

Mein Name ist Sophie und ich bin Denkerin. Es kommt mir so vor, als wäre ich langsam am Ende mit meinem Latein.

Diese ganze Schlaumeierei führt doch letztendlich zu rein gar nichts… oder nur in eine Sackgasse!

Herrje, was dieses kleine Virus doch für eine Macht hat bzw. die großangelegten Maßnahmen für eine verheerende Wirkung auf´s Gemüt! Kaum werde ich von der Umwelt abgeschnitten, fühlt sich gleich alles so sinnlos an. Wozu aufstehen, wenn ich sowieso nicht weiß, wohin mit mir?

Zugegeben, ich könnte versuchen, etwas pragmatischer zu denken und gründlich Reinemachen oder so. Allein, es fehlt die Motivation, irgendetwas beherzt anzupacken. Der Schwung, die Energie, die Vorstellungskraft, wie es weitergehen wird. Wie lange muss ich noch in meinem Versteck ausharren oder mich mit einer Vermummungs-Verordnung anfreunden?

In meinem kleinen Latinum finde ich neben der einprägsamsten Vokabel, die ich je lernen musste (clam = heimlich) auch eine, die mich gut durch diese seltsame Zeit führen sollte: Navigation. Ich muss den Begriff jetzt nur noch mit Inhalt füllen, für die Zeit danach. Glaube, Liebe, Hoffnung sind ja gut und schön, aber ich denke da gerne größer, an ein Überdenken des Systems, mehr soziale Gerechtigkeit und überhaupt mehr Werte.

Doch so klein und schwach, dick und doof und obendrein noch faul, wie ich mich momentan fühle, frage ich mich, ob das nicht außerhalb meiner Möglichkeiten liegt.

 

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