Die Deichdiele erstmals bei der 8. SuedKultur Music-Night am 20. Oktober:

Music-Night auch in Wilhelmsburg!

´Live at Deichdiele` gibt es mit "Howl´n`drift" bei der 8. SuedKultur Music-Night. (Foto: PR)

Am 20. Oktober gibt es zum 8. Mal die SuedKultur Music-Night im Hamburger Süden! 20 Orte, gut 40 Konzerte und das Ganze für 5€ Eintritt! Da braucht man Orientierung. Wir helfen. Heute ein Blick in die Deichdiele.

Die Initiative SuedKultur hat sich nie als reine Harburger Initiative verstanden. Denn als sie sich vor elf Jahren zusammenfand, gehört Wilhelmsburg nicht nur zum Bezirk Harburg. Sued stand immer schon auch für die Definition zur Elbmetropole. Und Wilhelmsburg ist definitiv Sued.

Nur bei der Music-Night klappte es bislang nie so wirklich. Als es mal fast so weit war, musste die Soulkitchenhalle schließen und so blieb der Sprung über die Süderelbe wieder mal aus.

Jetzt aber hat sich Deichdielen-Chef Andreas Kürschner durchgerungen, nachdem er auch bei den Literaturtagen SuedLese ein gut frequentierte Leseort wurde.

Die Deichdiele ist tagsüber Bistro und abends eher Kneipe, überzeugt aber nicht nur durch gute Weine, Longdinks oder Kuchen. Denn das Publikum findet immer wieder auch Konzerte oder DJ-Abende, Ausstellungen oder Lesungen. Ein Ort mit Stil und Überraschungen.

So auch bei der Music-Night. Gleich drei Acts warten auf.  Den Auftakt macht um 19h ´Guenal Ojacque`. Der Singer-Songwriter ist auch Frontmann und Gitarrist in der Band FLASK, gibt aber auch als Solist ein eguzte Figur ab.

„Melancholie, Trauer, Leidenschaft, Wut, Liebe, Hass, Freude; dieses Spektrum an Emotionen ist schwer in Worte zu fassen, geschweige denn zu kommunizieren und doch wissen wir alle, wie es sich anfühlt zu lieben oder wütend zu sein“, umschreibt er das durchgehende Motiv seiner Texte und Musik. Guenal Ojacque versucht seit Beginn seiner musikalischen Laufbahn all diese Emotionen in seinen Eigenkompositionen zu verarbeiten und bestenfalls an den Zuhörer zu kommunizieren. Seit 2012 ist er aktiv in Hamburgs Musikszene auf zahlreichen Bühnen unterwegs. Mit den Bands HAVA und FLASK hatte er die Möglichkeit zwei EP‘s in den ´YEAH! YEAH!YEAH! Studios` aufzunehmen und spielte unter anderem auf dem Campus Open Air Festival 2013, in der Pooca Bar, Maria‘s Ballroom, im Fundbureau, Bar227 und in der Inselklause. Zuletzt konnte er mit der Band FLASK im Finale des „Hamburg Vision Bandcontests“ im headCRASH einen der drei, durch eine Jury gewählten, Preise gewinnen. Guenal’s Songwriting beschäftigt sich oft mit der „dunklen“ Seite der menschlichen Existenz. Die Dynamik steht dabei stets im Vordergrund.

Die Songs visieren dabei immer ein Ziel an: Die Seele. Eine Seele. Der einen Seele, der alle Menschen Teil sind. Im Soloprogramm sind die Songs intim. Zwar leise, aber vielleicht gerade dadurch auch berührender. facebook.com/guenal.ohjack

Um 20h wird es dann aber kompakter mit „Howl´n`Drift“. „Hooouuuwl … ein Ruf durchdringt die Stille der Nacht … hooouuuwl … erklingt es wieder hoch oben auf dem Deich und zieht hinaus auf die See und über das Land. Lange ist der letzte Laut verhallt und da, aus weiter Ferne … hooouuuwl … eine Antwort im Wind.“ So erklärt das Trio um Alexei (Gitarre, Gesang), Christian (Bass) und Clemens (Drums) den Namen. Sie drei Jungs lernten sich im Sommer 2015 sich bei einem Straßenjam in Hamburg kennen und gründeten bald darauf die Band „Howl‘n’Drift“. Gemeinsame Wurzeln finden sich im Bluesrock der 60/70er und Grungepunk der 90er. Ein wenig The Doors mag man auch vernehmen. Seither sammelt das Trio Bühnenerfahrung in Bars, Musikclubs, bei Supportshows und regionalen Festivals. (u.a. Knust, Grüner Jäger, 48h Wilhelmsburgfestival). Im Juni 2017 wurde dann die Debüt-EP „Howl‘n‘Drift“ veröffentlicht. Ein Jahr später folgte der Livemitschnitt von den ersten drei Songs des Albums „Howl‘n‘Drift – Live at Deichdiele“. Man merkt, Humor trifft Vision. Aber reinhörenswert: soundcloud.com/howlndrift

Um 21h beschließt dann „The Ambient Noise“ das Music-Night-Programm. Und das ist mehr als ein Hintergrundrauschen, wenn Singer-Songwriter Sascha Mirtschin seine Songs zum Besten gibt. Er ist umtriebig und so auch bei manchem Singer-Songwriter-Slam zu sehen und zu hören.

Seine Songs sind lyrisch, handeln gerne mal vom Frühling oder Mitternachtsmond, sind aber einfühlsam und rhythmisch. Gute Töne, um bei einem guten Glas Wein die Nacht ausklingen zu lassen.

Reinhören: theambientnoise.bandcamp.com

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