Neuer Projektfonds hat mit Ausschreibungen begonnen:

Kultur macht Schule

Mit dem Musikmachen kann es gar nicht früh genug losgehen. Da sind auch Schulen gefordert - aber auch gefördert. (Foto: khamkhor / Pixabay)

Musik machen, Theater spielen, Filme drehen, Comics zeichnen – selbst künstlerisch und kreativ tätig zu sein, macht Kindern und Jugendlichen nicht nur Spaß, sondern sorgt für kulturelle Teilhabe. Hier setzt ein neuer Projektfonds an.

Der Fonds „Kultur & Schule“, den die Senatoren Dr. Carsten Brosda und Ties Rabe zusammen mit Petra Kochen, Vorstandsvorsitzende der Gabriele Fink Stiftung, nun gemeinsam im Hamburger Rathaus vorgestellt haben, soll es Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturinstitutionen zusammen mit Schulen ermöglichen, gemeinsam Projekte umzusetzen und so den Zugang der Schülerinnen und Schüler zu Kunst und Kultur zu erweitern. In der Mitteilung dazu heißt es:

„Gemeinsam setzen die Behörde für Kultur und Medien und die Behörde für Schule und Berufsbildung damit einen Auftrag der Hamburgischen Bürgerschaft um. Außerdem beteiligen sich im ersten Jahr sieben Hamburger Stiftungen, die insgesamt 100.000 Euro für das Jahr 2019 bereitstellen. Die Bewerbung ist ab sofort möglich. Alle Informationen zum Fonds und zum Antragsverfahren gibt es auf www.kulturfonds-hh.de.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Fonds ermöglicht es Schülerinnen und Schülern ganz eigene Erfahrungen mit Kunst und Kultur zu sammeln und eröffnet ihnen so neue und leichte Zugänge zu kultureller Bildung. Es sind gerade diese künstlerischen Erfahrungen, die Dialogfähigkeit, Persönlichkeitsentwicklung und Wissenserwerb bei Kindern und Jugendlichen fördern. Kinder und Jugendliche begegnen so Kunst und Kultur nicht nur, sondern werden selbst künstlerisch aktiv. Ich freue mich auf viele kreative Projekte in unserer Kulturlandschaft.“

Ties Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung: „Hamburgs Schulen machen fit fürs Leben und unterstützen Schülerinnen und Schüler dabei, ihre Persönlichkeit und ihre Identität zu entwickeln. Kulturelle Bildung trägt dazu maßgeblich bei und spielt schon jetzt eine hervorragende Rolle in Schule und Unterricht. Impulse von freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern, Kunst-, Musik- oder Theaterprojekte und die Auseinandersetzung mit Künsten bereichern dieses breite Angebot und wirken weit über die Schulzeit hinaus. Hier investieren wir gern zusätzliche Mittel und freuen uns darüber, engagierte Stiftungen bei diesem zukunftsweisenden Vorhaben an seiner Seite zu haben.“

Petra Kochen, Vorsitzende des Vorstands der Gabriele Fink Stiftung, als Vertreterin der fördernden Stiftungen: „Gemeinsam stark für kulturelle Bildung: Welch schönes Signal, wenn sich Initiativen von Stiftungen und öffentlicher Hand wechselseitig ergänzen und befördern. Darin liegt die Bedeutung der gemeinsamen Gründung des Fonds Kultur & Schule. Noch besser, wenn sie sich an dem alles entscheidenden Punkt vereinigen. Es geht ja darum, dass sich Impulse verstetigen und ihre Wirksamkeit nachhaltig verstärkt wird. Uns freut es, dass dies bei dem zentralen Thema der Förderung der kulturellen Bildung geschieht, gründend in der Einsicht, dass Kreativität die Schlüsselkompetenz der Zukunft ist.“

Dörte Nimz, Geschäftsführerin der LAG Kinder- und Jugendkultur, als Projektverantwortliche: „Nach dem Netzwerk Kulturelle Bildung ist der Projektfonds ein weiterer wichtiger Baustein, der es den Kulturbeauftragten der Schulen und den Kulturschaffenden der Stadt niedrigschwelliger ermöglicht, Vorhaben für Hamburger Schülerinnen und Schüler umzusetzen. Die kulturelle Bildung kann einen wesentlichen Beitrag leisten, um Jugendlichen einen Weg in die diverse Stadtgesellschaft zu öffnen. Mit der Einrichtung des Projektfonds setzen Schulbehörde, Kulturbehörde und Stiftungen ein Zeichen für ein Bildungskonzept, das dies unterstützt und in dem außerschulische Partner der kulturellen Bildung einen unverzichtbaren Part spielen.“

Mit dem Fonds „Kultur & Schule“ setzt der Senat einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die kulturelle Bildung in den Hamburger Schulen. Dafür hat die Bürgerschaft den Senat ersucht, insgesamt 425.000 Euro pro Jahr für den Projektfonds „Kultur & Schule“ bereitzustellen. Zusätzlich dazu stellt ein Bündnis aus sieben Hamburger Stiftungen für 2019 insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung. Dazu gehören die Dorit & Alexander Otto Stiftung, die Körber-Stiftung, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., die Claussen-Simon-Stiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Dürr-Stiftung und die BürgerStiftung Hamburg.

Mit dem Fonds „Kultur & Schule“ sollen Künstler und Künstlerinnen aus allen kulturellen Sparten die Möglichkeit bekommen, an Schulen mit den Schülerinnen und Schülern Projekte umzusetzen, mit denen diese selbst kreativ tätig werden, Kultur aktiv erleben und eigene Erfahrungen in der Begegnung mit Kunst machen. Von den geförderten Projekten soll für die Schulen ein Impuls für eine nachhaltige Entwicklung im Bereich der kulturellen Bildung ausgehen. Ideal sind innovative spartenübergreifende und interdisziplinäre Projekte.

Der Projektfonds wird von der LAG Kinder- und Jugendkultur betreut. Sie übernimmt die Organisation und Durchführung des Bewerbungsverfahrens.

Eine Jury wird zwei Mal im Jahr, im April und November, aus allen Bewerbungen Projekte zur Förderung auswählen. Die erste Bewerbungsphase hat begonnen. Alle Schulen, unabhängig von Schulform oder Alter der Schülerinnen und Schüler, können Projektvorschläge einreichen.

Alle Informationen und auch das Online-Antragsformular finden Sie hier: www.kulturfonds-hh.de.“

 

 

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