Der Verein ContraZt lädt zur 8. SuedKultur Music-Night am 20. Oktober in die „3falt“:

Künstler der ContraZte

Mehr Vielfalt gibt es zur Music-Night in der 3falt: so auch mit "Liederstand". (Foto: PR)

Am 20. Oktober gibt es zum 8. Mal die SuedKultur Music-Night im Hamburger Süden! 20 Orte, gut 40 Konzerte und das Ganze für 5€ Eintritt! Da braucht man Orientierung. Wir helfen. Heute ein Blick in die „3falt“ und zum Verein ContraZt e.V.

Der Verein ContraZt e.V. ist gewöhnlich in Heimfeld tätig: macht dort Umsonstläden für Kleider und Bücher und etliche Kulturangebote wie Konzerte. Auch das „Umsonst&Draußen“-Festival zum Sommer und am Radeland zählt dazu. Manchmal, bevor es zu eng wird, gibt es auch Konzerte im Stellwerk. Eine Lösung ist es aber nicht. Um so besser, dass die Initiative Suedkultur gerade die Harburger Trinitatis-Gemeinde überzeugen konnte, einstige Dreifaltigkeitskirche für eine mögliche kulturelle Nutzung auszuprobieren.

Also nutzt der umtriebige ContraZt e.V. zur Music-Night eben das Kirchenschiff des Projekts „3falt – Kunst, Kultur, Kreativität“ und all das findet sich wahrlich dort wieder.

 

Den Auftakt macht um 18 Uhr der Liedermacher Alexander Heinze.

Er wurde in einer kleinen Stadt an der Wolga geboren und mit 7 Jahren in einer Kunstschule angemeldet. Dort lernte er malen und zeichnen. Ob er das jemals von sich aus ausgelernt hätte? Mit 10 Jahren wollte er dann gerne Gitarre spielen, aber das wurde leider nicht wahrgenommen. In der Schule sorgte er im Unterricht für die Unterhaltung. Erste Erfahrungen im Improvisieren sammelte er beim Präsentieren von Themen, die er gar nicht kannte. Und er ging fleißig auf die Vorschläge der Klasse ein und animierte die Mitschüler zum Mitreden. „Schon in der Schule empfahlen mir die Lehrer zur Theaterschule zu gehen. Nach dem ich von dem Ausbildung rausgeflogen war, weil ich im Unterricht mit meinen Witzen gestört habe, meldete ich mich zu einen Abendtheaterkurs und Tanzkurs. Nach ein paar Jahren bekam ich  eine Einstellung im Theater als Schauspieler. Alles lief gut und ich träumte von der Gosse Bühne und Erfolg.“ Nach einem Jahr wanderte seine Familie mit ihm nach Deutschland aus. Hier nahm er sich vor Pantomime zu lernen und die Menschen mit Körsprache zu unterhalten. „Ich besuchte 5 Jahre lang eine Pantomime Studium und beteiligte mich bei Auftreten. Unter anderen lernte ich Gitarre spielen und nahm Gesang unterricht. Ich war der Meinung: „Ein Schauspieler muss auch Musikalische Bildung haben.““

Das Multitalent wird an diesem Abend einen kleinen Einblick in seine Kreativität geben. Weiterführender Link: www.multi-arto.de

Um 19h wird dann kletischer Folk von AshCloud erklingen. Ash Cloud, das sind Songs of rebellion, love and Meuterei. Keltische Musik meets Kleinkunst. Akustikpunk meets Irish Folk. Traditionelle Balladen gewürzt mit ironischen Geschichten und abgerundet mit In-your-Face-Folk. Kein Schlagzeug, keine E-Gitarren, dafür (fast) alles, was der akustische Kleiderschrank so hergibt. Perfekt für ein Kirchenschiff! Hört sich zudem nach einer wilden Mischung an – und ist es manchmal auch… „Wir setzen aber auch gerne Schwerpunkte und haben genauso Spaß an einem klassischen Folkkonzert, wie an einer Runde Akustikpunkgebratze auf nem Bauwagenplatz“, ist zu vernehmen.

Und wieso Ash Cloud? „Es war einmal ein Vulkan auf Island… als der ausbrach und seine Aschewolke den Flugverkehr lahm legte, waren wir gerade in Irland und kamen da auf einmal nicht mehr weg – Ne Woche länger Musik in Pubs anhören…“ auch gut…

Und dass auf einmal in Wirtschaft und Politik nix mehr ging, ist doch auch irgendwie inspirierend… The world stood still…

Um 20h kommt dann Liederstand zu Wort und Ton. Liederstand deutet die Liedermacherei an. Aber: Es ist Musik „mit Kopf, Herz und Hand“. Das Liedermacherduo aus dem Norden Hamburgs und Schleswig-Holsteins spielt eigene Songs über soziale Missstände in unserer Gesellschaft, wird auch durchaus mal politisch und legt gerne den Finger in die offene Wunde.

„Wir bereuen nicht, dass wir stören“, heißt es in einem der Songs ihres neuen Albums „LIEDERSTAND“ und das lebt das Gespann auch voll auf der Bühne aus. Immer mit einem lachenden und einem scharf beobachtenden Auge singen sie von Träumen, Ängsten und dem, was uns Menschen als Mensch ausmacht (oder eben nicht ausmacht)…

Theatralisch aber nicht minder musikalisch wird es dann um 21 Uhr mit den Theaterleuten vom „Rampen Rudel“ und der Gruppe „Gutes Theater“. Aber was hat das mit der Music-Night zu tun?

Nun, im Grunde wieder eines der SuedKultur-Zufälle. Die Theaterleute hatten vor geraumer Zeit von der „3Falt“-Idee gehört und waren ganz erpicht darauf, das Kirchenschiff als Theaterbühne nutzen zu können. Endlich mal Platz für mehrere Schauspieler und sogar einen Bühnenbild. Kaum zum Testen angekommen, lernten die Rampenrudler andere Kreative auch aus der Musik kennen und es wurde die Idee zu einem außergewöhnlichen Musical geboren. An dem – es ist der „Kleine Horrorladen“ in einer abgedrehten Harburger Fassung – wird jetzt fleißig gewprobt. Und die Tanz- und Gesangseinlagen darf man bei der Music-Night schon mal bewundern!

Den Abend in der „3falt“ beschließt um 22h dann der brennholzverleih aus Bremen. Der Verleih stammt aus Bremen und gibt Eigenes, mit viel Sympathie für Ska, Reggae, Punk, Rocksteady, Blues, Rockabilly und vieles mehr zum Besten. Die Besetzung ist nicht ohne: Anna – Saxophon, Klarinette, vocals; Bene – Gitarre; Christian – Gitarre; Fabian – Trompete; fatfinger – Bass; iel – vocals, Posaune; Madde – Drums und Traene am Saxophon und mit den backingvocals.

Reinhören: soundcloud.com/brennholzverleih

Ort: 3falt / ContraZt e.V., Neue Str. 44, www.contrazt.de / www.dreifalt.info

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