Dorota Albers stellt ab dem 9. August im Buxtehuder Marschtorzwinger aus:

„Kann das Sünde sein?!“

Die wohlmöglich dekadentetsten Prailnen der Welt zeigt Dorota Albers in Buxethude. (Foto: Donata Albers)

Pralles Leben und Unbekümmertheit sind verführerisch. Und zieht in einer Wegwerfgesellschaft Konsequenzen nach sich. Albers macht das Thema zum Kunstprojekt.

Buxtehude. Den Spruch „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ hat die Künstlerin Dorota Albers umgekehrt: Verpackungsmaterialien von Pralinen und Keksen – sogenannten Blister-Trays – kombiniert mit anderen Abfällen hat Albers zu Kunstobjekten verarbeitet. Ihre Werke werden unter dem Titel „Kann das Sünde sein?!“ vom 10. August bis 23. September im Marschtorzwinger, Liebfrauenkirchhof, zu sehen sein.

Die Ausstellung wird bereits am 9. August um 19 Uhr eröffnet, die Begrüßung wird die stellvertretende Bürgermeisterin der Hansestadt Buxtehude Christel Lemm übernehmen, die Klimaschutzmanagerin Ann-Kathrin Bopp wird in die Ausstellung und das Thema einführen.

Seit Anfang 2012 sammelt Dorota Albers goldene Blister-Trays. So habe das Projekt Dolce Vita seine Gestalt angenommen, sagt die Künstlerin. Und weiter: „Es ist auch eine Anspielung auf den Film ,La Dolce Vita‘ von Federico Fellini aus dem Jahr 1960 und damit auf das Gefühl vom prallen Leben und Unbekümmertheit in seinen dekadenten Facetten.“ Im Ausstellungsraum des mit Backstein gemauerten Zwingers sollen ihre „Gold-Elemente“ eine Symbiose mit der Baukonstruktion eingehen und so eine neue künstlerische Aussage entstehen lassen, sagt die Künstlerin.

Darüber hinaus zieht die Künstlerin eine Verbindung von Gold zu Natur und Umwelt: Gold sei einerseits Synonym für Reichtum, andererseits auch häufig für Verderben. Die durch unsere Zivilisation erzeugten Brennpunkte würden mit diesem leuchtenden Material hervorgehoben, so Albers: „Diese Brennpunkte, etwa menschenunwürdige Textilproduktionen, Kriege, Meeresverschmutzung, sind in der Ausstellung ,Kann das Sünde sein?!‘ Beispiele für unser Verhalten als Partner – oder eher als gefährlicher Bestandteil – von Natur und Umwelt.“

Während des 2. Buxtehuder Kunstfestes wird Dorota Albers im Marschtotzwinger anwesend sein: Am Samstag, 25. August, von 11 bis 13 Uhr, am Sonntag, 26. August, von 15 bis 17 Uhr. Die Finissage ist am Samstag, 23. September, ab 11 Uhr, das Begleitprogramm „Wortperformance“ wird gestaltet von Tanja Rathjen.

Quelle: www.buxtehude.de

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