US-Autorin Amy Giles wurde der Buxtehuder Bullen verliehen

„Jetzt ist alles, was wir haben“

Trägerin des Buxtehuder Bullen 2019: Amy Giles (Foto: PR)

Gewalt in Familien ist das Thema, das Autorin Amy Gilles in Buxtehude auszeichnete. Und die Ehrung ging über mehrere Tage.

Buxtehude. Hoher Besuch aus Amerika: die US-amerikanische Autorin Amy Giles kam am gestrigen Freitag nach Buxtehude. Die für ihr Roman-Debüt ausgezeichnete Schriftstellerin wurde mit dem 5.000 Euro dotierten Jugendliteraturpreis Buxtehuder Bulle 2018 ausgezeichnet. Giles wurde für ihren im Münchner cbj-Verlag erschienenen Roman „Jetzt ist alles, was wir haben“ (400 S., übers. aus dem Englischen von der Hamburger Autorin Isabel Abedi) geehrt.

Verliehen wurde der Buxtehuder Bulle von Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. Die Laudatio hielt die Gerichtsmedizinerin am Hamburger UKE, Prof. Dr. Dragana Seifert. Die TV-Moderatorin Susann Atwell moderierte durch den Abend.  Das Rahmenprogramm nahm Bezug auf eines der zentralen Themen im Buch: Gewalt in Familien. Die Buxtehuderin Angela Glüsing (BSV) interpretierte das Thema tänzerisch, der Diplompädagoge Thomas Rupf und eine Vertreterin des Buxtehuder Jugendamtes diskutierten über häusliche Gewalt.

Amy Giles besuchte noch vor der Preisverleihung und abseits der Öffentlichkeit Buxtehuder Schüler, kam mit ihnen über Literatur ins Gespräch und las aus ihrem Siegerbuch. Die erste öffentliche Veranstaltung fand bereits  am Mittwoch, 6. November, statt: Amy Giles und ihre Übersetzerin Isabel Abedi gestalteten den Abend in der Stadtbibliothek in der Fischerstraße. Hier gab es Gelegenheit, die Autorinnen und das Siegerbuch kennenzulernen und mit den Schriftstellerinnen ins Gespräch zu kommen. Die BULLEvard-Messingplatte vor „Der Stoffladen B.M.“, Breite Straße 9, wurde dann am Donnerstag, 7. November, 15.30 Uhr feierlich enthüllt. Mit dabei auch Übersetzerin Isabel Abedi.

Zum Buch:

Sei die Beste. Und wenn nötig, sei unsichtbar. Mit diesem Credo hat Hadley McCauley in ihrer Familie gelernt zu überleben. Perfekte Schülerin, perfekte Sportlerin, perfekte Tochter: Nur so kann sie ihren Vater bei Laune halten. Denn hinter der makellosen Fassade der McCauleys verbirgt sich ein hässliches Geheimnis. Um ihre kleine Schwester Lila vor dem unberechenbaren Vater zu schützen, tut Hadley alles. Dann tritt Charlie Simmons in ihr Leben und zwischen den beiden entwickelt sich eine verzweifelt-intensive Beziehung. Unterdessen eskaliert daheim die Gewalt.

Unterstützt wird der Buxtehuder Bulle von der Else und Heinrich Klindtworth-Stiftung. Zur Verbreitung des Buxtehuder Bullen wird die Stadtbibliothek dieses Jahr wieder vom Förderkreis der Stadtbibliothek Buxtehude e.V., der KVG Stade GmbH & Co. KG (Betrieb Buxtehude), der HTM Hanse Traffic Media GmbH und der Rösterei Iwersen unterstützt.

Über den Preis

Der Buxtehuder Bulle ist einer der renommiertesten und traditionsreichsten deutschen Literaturpreise. Er wurde 1971 von dem Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann initiiert. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Ziel des Buxtehuder Bullen ist es, Jugendliche für das Lesen zu begeistern und die Verbreitung guter Jugendbücher zu fördern. Durch die traditionell paritätische Zusammensetzung der Jury aus elf Jugendlichen und elf Erwachsenen bildet der Preis seit fast 50 Jahren erfolgreich die Schnittstelle zwischen literarischer Qualität, Lektürevorlieben Jugendlicher sowie Themen, die Jugendliche und Literaturexperten gemeinsam bewegen. In seiner Zielsetzung und seinem Verfahren ist der Preis einzigartig im deutschsprachigen Raum.

Buxtehuder BULLEvard

Im Stadtbild von Buxtehude werden die Preisträgerinnen und Preisträger in Form einer Messingplatte verewigt. Mittlerweile besteht der BULLEvard, der „Walk of Fame“ der Bullen-Preisträger, aus knapp 50 Messingplatten, die quer durch die Stadt verlegt wurden. Darunter befinden sich Autorinnen und Autoren wie Michael Ende, Lauren Oliver, Jostein Gaarder, Stephenie Meyer oder David Safier.

Quelle: www.buxtehude.de

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