Jahrestreffen des Artothekenverbands Schleswig-Holstein in Kiel

Hamburg schließt nach 30 Jahren auf!

Der Artothekenverband Schleswig-Holstein beim Jahrestreffen in der Stadtgalerie Kiel. (Foto Nadine Wilke)

Hamburg wird gerne als das „Tor zur Welt“ betrachtet. In manchen Dingen aber hinkt die Stadt hinterher. 

Kiel. 30 Jahre brauchte es, doch ausgerechnet zum Jubiläum wird es wahr: der Artothekenverband Schleswig-Holstein beschloss auf seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung, seinen Namen in Artothekenverband Schleswig-Holstein&Hamburg zu ändern. Denn auch in Hamburg wird nun Kunst verliehen.

Seit 40 Jahren gibt es die wohl älteste Kunstleihe in Kiel, die Stadtbilderei und seit 30 Jahren den Landesverband der Schleswig-Holsteinischen Artotheken mit Sitz in Eckernförde. In diesem Jahr und nach längerer Vorbereitungszeit nun kam eine weitere Artothek namens „Kunstleihe Hamburg“ hinzu. „Da die noch einiges vor haben und einen guten Start hingelegt haben, ist es nun an der Zeit, auch dort tatkräftig zu unterstützen“, so der 1. Vorsitzende des Landesverbandes, Norbert Weber zur geplanten Satzungsänderung. Auf der Jahresversammlung wurde Weber zudem für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt und Stephan Tresp als sein Stellvertreter. Schriftführerin ist für weitere drei Jahre Ingela Wieking von der Artothek der Deutschen Zentralbücherei in Apenrade. Als klares Zeichen der Verbandserweiterung wurde zudem Heiko Langanke von der Kunstleihe Hamburg als Beisitzer gewählt.

Zum Jubiläumsjahr ist nun nicht nur ein neuer Webauftritt mit vielfältigen Nutzungsstrukturen seiner Mitglieder beim Bundesverband in Köln auf den Weg gebracht, sondern auch das nächste Jahrestreffen in Hamburg geplant. Ebenso arbeitet der Dachverband intensiv mit dem digicult-Verbund in Kiel zusammen, um das kulturelle Erbe auch der Artotheken zu digitalisieren und so auch der Nachwelt verfügbar zu halten .

Artotheken sind erstmals in den 70er Jahren aufgekommen und ähnlich wie Stadtbüchereien oder Mediatheken dazu da, zeitgenössische Kunst gegen eine geringe Gebühr zu verleihen. Bundesweit gibt es rund 130 Artotheken mit teils unterschiedlichen Ausrichtungen. Dabei hat die Kieler „Stadtbilderei“ stets wichtige Impulse gegeben und Norbert Weber aus Eckernförde gilt als wichtiger und über lange Jahre eifriger Streiter für die Idee des Kunstverleihs.

Die Hamburger „Kunstleihe“ eröffnete erst Anfang 2019 als erste nichtkommerzielle Artothek und hatte in gut zwei Jahren Vorbereitungszeit viel auf die Unterstützung des Schleswig-Holsteinischen Verbandes bauen dürfen. Sie ist somit folgerichtig die 12. Artothek im Landesverband.

Weitere Infos: www.museen-sh.de und www.artothek.org

 

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