Jan Christoph Nerger stellt heute Buch und Bilder vor:

„Hamburg 4.0” – der Krimitod der Zukunft

Jan Christoph Nerger hat eine klare wörtliche und bildliche Vorstellung von "Hamburg 4.0". Heute bei AWS zu hören und zu sehen. (Illustr.: Nerger)

Mit dem “Club der Sturmvögel“ debütierte er, nun stellt Nerger seinen neuen Krimi vor. Er spielt in ferner Zukunft.

Jan Christoph Nerger ist vielen Harburgern bekannt: er lebt mit seinen 45 Jahren zwar nördlich der Elbe, im Hamburger Westen. Aber seine Arbeit führt ihn im Nebenjob fast täglich an die Technische Universität und arbietet zudem auch ehrenamtlich beim Verlagsprojekt ´awsLiteratur` des Heimfelder Vereins ´Alles wird schön e.V.`. Und so kenne ihn viele von der Schreibwerkstatt wie auch von den Literaturtagen SuedLese.

Der gelernte Erzieher und Bürokaufmann ist nämlich nebenbei selbst Autor. Sein 2017 veröffentlichter Roman „Club der Sturmvögel“ war das erste Buch des jungen Verlagsprojektes ´awsLiteratur` mit seinen „Romanen aus der Nachbarschaft“.

Es war jedoch keineswegs Nergers erstes Manuskript. Verlagen waren seine Romane oft genug nicht ausreichend genreorientiert, was ihm selbst hingegen gerade gefällt. 2012 konnte er dann aber einen Vertrag für einen Jugendroman unterschreiben. Das Buch wurde aufgrund von Umstrukturierungen im Verlag aber trotzdem nicht veröffentlicht.

„Schreiben ist meine Leidenschaft“, sagt Nerger zu all dem,„und ich leide.“ Anders als viele moderne Schreibkollegen*innen, gibt Nerger sich nicht mit zwei, drei schnell dahingeschriebenen Büchern pro Jahr zufrieden. Mit seinem Anspruch, nicht nur trivial zu unterhalten, investiert er in jedes Buch viel langanhaltende Arbeit. Das bringt manche Nachteile mit sich, vor allem wenn es um Aufmerksamkeit geht, doch wichtiger ist ihm, sich treu zu bleiben.

Nun legt Jan Christoph Nerger mit dem Science-Fiction-Krimi „Hamburg 4.0 – Prantschaks Stadt“ nach. Und hier hat er nicht nur geschrieben, sondern auch viel gezeichnet. Das Buch mit seinen zahlreichen Illustrationen erscheint am heutigen Samstag (18. August 2018) bei awsLiteratur und das mit Pauken und Trompeten, denn der Autor wird heute sowohl aus seinem Buch lesen, als auch seine Bilder in einer Vernissage ausstellen.

Und worum geht es? Kommissar Peter Yilmaz muss im Jahr 2039 mit einer Soko in unserer Hansestadt den Tod des Architekten Jens-Christian-Nielsen aufklären. Ein Weltstar, dessen besondere Hochhäuser das Stadtbild mit seinen Kirchen erstaunlich angenehm ergänzen. Oder nicht? Davon können sich die Gäste bei Snacks, Getränken und Musik selbst ein Bild machen. Korruption, Verbrechen und mafiöse Strukturen im Zusammenhang mit modernster Spähtechnik setzen dem alternden Kommissar ebenso zu, wie die zugespitzte politische Lage in einem zerrissenen Europa (allein Deutschland ist dreigeteilt) und einer von Bürgerkrieg gespaltenen Türkei, aus der seine depressive Frau Melek einst flüchtete. Es ist also einiges los in diesem besonderen Krimi, der Auftakt zu einer Reihe werden soll. Man darf gespannt sein.

Wer das Buch einfach in Ruhe geniessen will: hier kann man´s künftig bestellen: aws-literatur.de

Termin: Sa.,  18. August 2018, Beginn 20 Uhr, Kulturverein „Alles wird schön e.V.“, Friedrich-Naumann-Str. 27, 21075 Hamburg

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