Galerie im Georgshof zeigt geförderte Projekte mit Geflüchteten

Freiräume der Stadtgesellschaft

Emad Hashem, Künstlergruppe für Flüchtlinge in Harburg, Leitung Ulrike Hinrichs

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterhält am Georgshof eine Galerie, wo sie nun Kunst des Fonds „Freiräume“ zeigt. Auch aus Harburg. 

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es dazu:

„Noch bis zum 28. Februar 2019 sind in der Galerie am Georgshof künstlerische Ergebnisse und dokumentarische Fotografien aus kulturellen Projekten mit Geflüchteten zu sehen. Die Ausstellung in der Galerie der Alfred Toepfer Stiftung F. V. S. gibt einen Einblick in Aktivitäten, die durch den Fonds „FREIRÄUME!“ ermöglicht wurden. Im Rahmen des Fonds – den die Alfred Toepfer Stiftung F. V. S., die Körber-Stiftung und die Hamburgische Kulturstiftung initiiert sowie die Freie und Hansestadt Hamburg, zahlreiche Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen unterstützt haben – wurden in den vergangenen drei Jahren 100 Kulturprojekte aller Sparten für geflüchtete Kinder und Erwachsene mit insgesamt 755.000 Euro gefördert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Es freut mich sehr, dass der Fonds ‚FREIRÄUME!‘ von 2015 bis heute Wirkung zeigt und zahlreiche Projekte in der Stadt umgesetzt werden konnten. Ein schönes Ergebnis ist es auch, dass durch die Ausstellung die Arbeiten mit und von Geflüchteten sichtbar und somit ganz selbstverständlich zu einem Teil der Hamburger Kulturlandschaft werden. Die Arbeiten geben uns und unseren neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Gelegenheit, sich mit den Themen Heimat und unserer gemeinsamen Zukunft auseinanderzusetzen.“

Zur Eröffnung der Ausstellung sagte Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Die Exponate zeigen auf sehr berührende Art und Weise, wie wichtig geistige Freiräume und Orte der Begegnung sind und was aus ihnen entstehen kann. Umso dankbarer sind wir für das Engagement der zahlreichen großzügigen Unterstützer, die dies möglich gemacht haben.“ Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Alfred Toepfer Stiftung F. V. S. betonte: „Unser herzlicher Dank gilt auch den vielen Kulturinitiativen, Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit größtem Einsatz der Arbeit mit Geflüchteten verschrieben haben. Der Fonds ‚FREIRÄUME!‘ hat auf beeindruckende Art und Weise gezeigt, was wir als Stadtgesellschaft gemeinsam bewirken können.“

Neben gemalten Bildern, Collagen, gebastelten Erzeugnissen und Fotos aus den Projekten ist ein Trickfilm zu sehen, den geflüchtete Kinder aus einer Bergedorfer Unterkunft gemeinsam mit Profis animiert und eingesprochen haben. Ausgestellt ist außerdem die „Afghan Box“, eine einfache Kamera in Schachtelform aus Holz, die in Afghanistan von Fotografen auf der Straße benutzt wird und von geflüchteten Jugendlichen im Werkhaus Münzviertel nachgebaut wurde. Gemeinsam ist allen Projekten, dass sie sich mit Themen wie Heimat oder Zukunft auseinandergesetzt haben: Wo fühle ich mich zu Hause, wie nehme ich meine neue Umgebung war, wie und wo möchte ich in Zukunft leben?

Die Ausstellung in der Galerie am Georgshof (Georgsplatz 10, 20095 Hamburg) ist bis zum 28. Februar 2019 jeweils Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Folgende Projekte sind in der Ausstellung vertreten:

  • Mohalla – GWA St. Pauli e. V.
  • Strange at home – fraplab e. V.
  • Stimmen der Zukunft – Hajusom e. V.
  • Wir machen die Welle – Kunstinitiative Brookkehre
  • KunstGrenzgänge – LichtwarkSchule
  • Novaland – Deutsches SchauSpielHaus Hamburg
  • Bauen mit Lehm für Groß und Klein – Bunte Kuh e. V.
  • Ziemlich schöne Aussichten – Jan Köchermann und Karin Haenlein
  • Afghan-Box, Fotoprojekt mit geflüchteten Jugendlichen – Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.
  • Künstlergruppe für Flüchtlinge – Ulrike Hinrichs (siehe hierzu auch in ´Tiefgang`)
  • Kulturcafé Alltona – MOTTE e. V.

Der temporäre Fonds „FREIRÄUME!“ wurde 2015 von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Körber-Stiftung und der Hamburgischen Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit STADTKULTUR HAMBURG ins Leben gerufen und von zahlreichen Hamburger Stiftungen, privaten Förderern und Unternehmen unterstützt. Im darauffolgenden Jahr konnten durch dieses einmalige bürgerschaftliche Engagement 42 Projekte mit 355.000 Euro unterstützt werden. 2017 wurde das Engagement weitergeführt. Nach einem Beschluss der Bürgerschaft durch die Freie und Hansestadt Hamburg wurden die von Stiftungen, privaten Förderern und Unternehmen erneut akquirierten Mittel in Höhe von 200.000 Euro um weitere 200.000 Euro aus dem Hamburger Integrationsfonds ergänzt. Somit standen im Jahr 2017 400.000 Euro für kulturelle Projekte mit Geflüchteten zur Verfügung, durch die 58 Projekte gefördert werden konnten. Die Förderentscheidungen traf eine Jury, der jeweils ein/e Vertreter/in der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Körber-Stiftung, der Hamburgischen Kulturstiftung, der Behörde für Kultur und Medien, der LAG Kinder- und Jugendkultur sowie des Dachverbands STADTKULTUR HAMBURG angehörte.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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