Kunststätte Bossard eröffnet Ausstellung zu Holzschnitten

Flächenbrand Expressionismus

Hanns Bolz - Stadtbrücke, 1912

In den 1910 und 1920er Jahren änderte sich in der Kunst vieles rasant. Prägnant waren Holzschnitte, die nun auch in Jesteburg gezeigt werden.

In der Mitteilung heißt es:

„Jesteburg. Unter dem Titel „Flächenbrand Expressionismus“ präsentiert die Kunststätte Bossard ab dem 12. Mai (Eröffnung um 11 Uhr) bislang noch nicht gezeigte Holzschnitte des Expressionismus. Die Ausstellung wurde von den Machern der beliebten „Malweiber von Paris“ konzipiert, die 2016 für Besucherrekorde an der Kunststätte Bossard gesorgt hatten.

„Intensiver kann man dem Expressionismus in seiner ganzen Vielfalt kaum begegnen“, erklärt Museumsleiterin Dr. Gudula Mayr begeistert, wenn sie von der nächsten Ausstellung an der Kunststätte Bossard spricht. Vom 12. Mai bis zum 11. August 2019 wird sich in den Räumlichkeiten des Neuen Atelier ein „Flächenbrand“ ausbreiten. Ungefähr 80 bislang noch nicht gezeigte Holzschnitte des Expressionismus aus der Sammlung Joseph Hierling werden ausgestellt. Unter den ausgewählten Werke werden Holzschnitte von Wassily Kandinsky und Ernst Ludwig Kirchner, aber auch von weniger bekannten Künstlern zu sehen sein. Die Holzschnitte machen die große und überraschende Vielfalt der Bewegung des Expressionismus sichtbar.

Das Medium des Holzschnitts war für die weite Verbreitung und die Popularität des Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg und in der Kultur der Zwanziger Jahre maßgeblich verantwortlich. Es war die Zeit, in der im ganzen deutschsprachigen Kulturgebiet von expressionistischer Musik, expressionistischem Tanz, expressionistischem Film und sogar von expressionistischer Politik gesprochen und geschrieben wurde. Der Holzschnitt, als verhältnismäßig leicht zu bearbeitendes Medium, unterstrich dabei das Gefühl von Spontanität und Ursprünglichkeit, das zugleich mit Wahrhaftigkeit verbunden wurde. Er wurde zu „dem“ expressionistischen Ausdrucksmedium. So entfaltete sich in den 1910er und 1920er Jahren eine überraschende stilistische Breite, eine Art „Flächenbrand“, der sich anhand der Privatsammlung Joseph Hierling exemplarisch darstellen lässt. Sie wird nun erstmals im Raum Hamburg öffentlich gezeigt.

Die Ausstellung wird eröffnet von Udo Heitmann, Bürgermeister der Gemeinde Jesteburg und Mitglied des Stiftungsrats der Kunststätte Bossard, sowie von der Museumsleiterin Dr. Gudula Mayr. Musikalisch wird diese Veranstaltung gestaltet von der Claussen Simon-Stiftung, Hamburg. Die Sopranistin Lena Marie Hildebrandt und der Pianistin Yibiao Meng werden Stücke von Brahms bis Beethoven musikalisch präsentieren.

Daten zur Ausstellung: Eröffnung: Sonntag, 12. Mai um 11 Uhr; Ausstellungsdauer: 13. Mai bis 11. August 2019

Ort: Kunststätte Bossard, Bossardweg 95, 21266 Jesteburg, Tel. 04183 / 9759235 (Mo, Di, Do), www.bossard.de

(Hinweis für Freunde des expressionistischen Holzschnittes: etliche Holzschnitte aus der Zeit finden sich auch in der Kunstleihe Hamburg-Harburg – u.a. aus der Sammlung Gerd Gruber aber auch einer Sammlung niederrheinischer Künstler. www.sued-kultur.de/kunstleihe)

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