Einige Worte zur Decke, damit sie nicht auf den Kopf fällt …

Erledigt!

Eng ist out.

John Pütz sitzt wie wir alle zuhause und macht sich so seine Gedanken …

Irgendwie ist was anders als sonst. Nicht, dass ich zuhause sitze und die Decke anstarre. Das tue ich auch so ganz gerne.

Nein, bestimmte Dinge, die gestern noch so immens wichtig schienen, haben sich offenbar im Moment von selbst erledigt.

Dass die Bahn immer zu voll und zu spät ist zum Beispiel. Dass Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen wollen, da sie ein Satanswerk der Pharmaindustrie witterten. Jetzt würden sie vermutlich ihre Kinder schon deshalb zum Impfen schleppen, um sie einfach mal los zu sein.

Die vielen Baustellen in Hamburg, die Millionen, die die Warburg-Bank beim Staat abgezockt hat, das autofreie Ottensen – von wegen, geht nicht! Gleich ganz Hamburg macht sich leer.

Was ist mit dem Altölruß der Kreuzfahrtschiffe? Was für Kreuzfahrtschiffe überhaupt? Und haben nicht Kreuzritter und Kreuzfahrtschiffe doch was gemein?

Wie steht es um die Mikroappartments? Ist es vielleicht doch keine so gute und günstige Idee, so kleine Wohnungen zu bauen, die sich zwar viele leisten können, die Decke aber nur deswegen nicht auf den Kopf fallen kann, weil die Birne bereits beim Einzug an sie stößt?

Wie steht es um den Tourismus in der Stadt? Frühere Geschichtenerzähler berichten, einst seien Abertausende in die Metropolen gezogen, um eng nebeneinander ins Wasser zu gucken und durchgesabschte Krabbenbrötchen für sieben Euro zu vertilgen. Überhaupt: wie geht es der gemeinen Krabbe und wirkt die Mietpreisbremse?

Ich sag ja,  manches erledigt sich von selbst. Ob nur im Moment oder dauerhaft. Wir werden sehen. Wichtig erstmal, dass nicht wir uns von selbst erledigen.

Euer John Pütz

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