Kunstleihe Harburg bezieht zum Jahresstart neue Räume:

Ende des Kellerdaseins

Kunst gucken, leihe, genießen - der 3. Anlauf der Harburger Kunstleihe zu eigenen Räumen. (Foto: Dieter Simon)

Pünktlich zum Jahresbeginn hat die Kunstleihe Harburg neue und vor allem eigene Räume bezogen. Und schon am ersten Sonntag des neuen Jahres 2020 gehen wieder Kunstwerke über den Ladentisch.

Das Team der Harburger Kunstleihe hat in einem Kraftakt zwischen den Jahren neue Räume bezogen. Und schon am heutigen Sonnabend (4. Jan, 18h) lädt es Interessierte und Freunde zu einem kleinen Umtrunk und Einblick in die neuen Räume. Und am morgigen Sonntag (5. Jan., von 12-17h) nimmt der Betrieb der Kunst-Ausleihe dort wieder Fahrt auf.

Die neue Adresse ist die Meyerstaße 26 / Ecke Bansenstraße im gründerzeitlichen Meyerviertel unweit der S-Bahn-Station Heimfeld. Dort lädt ein ehemaliges Ladengeschäft im vorderen Bereich zur „Kunst auf Zeit“. Sabine Schnell vom mittlerweile auch als gemeinnützig anerkannten Verein Kunstleihe Hamburg e.V. freut sich: „So gut es war, dass wir nach unserem unfreiwilligen Auszug aus dem alten Gemeindehaus der Dreifaltigkeitskirche Neue Straße nachfolgend Exil im neuen Nachbarschaftstreff in der Eißendorfer Straße 124 fanden, so klar war auch, dass es einen eigenen Raum brauchen wird. Und nach etlichen Gesuchen und Versuchen denken wir, dass wir nun einen würdigen Raum für die Kunst aber auch andere Kulturevents gefunden haben.“

Denn im Nachbarschaftstreff wurde das Kunstleihe-Team auf die Sonntage reduziert und musste stets eine Stunde mit mindestens zwei Personen die Kunst aus dem Keller holen und aufbauen und nach fünf Stunden ebenso mindestens eine Stunde wieder im ehemaligen Saferaum verpacken und sichern. „Das hat weder uns noch der Kunst gut getan“, so Sonja Alphonso im Rückblick.

Aber auch an- und nachgefragte Formate wie Workshops zur Kunstbetrachtung von der Harburger Künstlerin Anne Flad als auch der gut angelaufene Harburger Kunstsalon von Petra Hagedorn waren in der Terminwahl als auch in der Nutzung der Räume  aufs Notwendigste reduziert.

Das kann und soll sich nun ändern. „Im Grunde sind die vorderen Räume nun für die Kunst und Kultur reserviert und können sieben Tage die Woche und 24 Stunden lang genutzt werden. Das schafft im wahrsten Sinne Frei-Räume für Kulturangebote, wird aber auch den Kunstleihenden das non-profit-Serviceangebot erweitern. Für die rund 40 Öffnungstage m letzten Jahr war die Nachfrage eh schon gut. Doch jetzt dürfte sich das Feedback erheblich ausbauen“, ist sich Sabine Schnell sicher.

Möglich wird dies aber vor allem, weil unter anderen die Grafikerin Sabine Schnell mit weiteren Kollegen aus ihren Büros im Harburger Hafen ins Heimfelder Meyerviertel wechselt. „So ist der Kostendruck auf die Kunstleihe nicht so hoch und wir werden die Arbeit mit dem Hobby gut verbinden können. Das Viertel selbst lädt ja auch regelrecht dazu ein!“ 

Also: wer neugierig ist, kann schon an diesem Wochenende (Sa., 4.1. ab 18h und So., 5.1. ab 12h) die neuen Räume und vor allem die zeitgenössische lokale Kunst bei einem Glas Sekt, Bier oder einem Becher Kaffee bestaunen. Zum Monatsende soll der Umzug dann gänzlich abgeschlossen werden und ein weiteres Event dann auch das einjährige Bestehen der ersten nichtkommerziellen Kunstleihe feiern.

Weitere Termine:

  • , 12. Jan., 12-17 Uhr: Raumillusion (Perspektive, Körperhaftigkeit, Kontraste) im Rahmen der Workshopreihe „Theoretische Bildbetrachtung und praktische Erprobung“ (Anmeldung erforderlich)
  • , 09. Feb., 14-16 Uhr: 2. Harburger Kunstsalon; Moderation Petra Hagedorn, Künstlerin Ulrike Hinrichs

Weiterführend: www.sued-kultur.de/kunstleihe;  instagram.com/kunstleihefacebook.com/KunstleiheHarburg

Ein Fernsehbeitrag zur Kunstleihe Harburg:

 

 

 

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