Die Kolumne von Sophie Selbst-Zweifel

Diesseits

Foto: DerSpecht.de

Ich heiße Sophie und ich bin Denkerin. Ich denke über das Dasein nach

und manchmal auch über den Tod. Es hat sich allgemein herumgesprochen, dass wir alle eines Tages sterben müssen, daran geht kein Weg vorbei. Dennoch rechnen wir nicht mit dem Unausweichlichen. Wozu auch? Das würde uns das Leben vermiesen, denken manche. Der Angst vorm eigenen Tod zu begegnen, ist unangenehm. Unsere Vorstellungskraft scheitert an der Schwelle zum gedanklichen Jenseits. Die Welt soll sich angeblich weiterdrehen. Unfassbar!

Wenn andere vor uns die Reise antreten, mischt sich Selbstmitleid in unseren Abschiedsschmerz. WIR sind die eigentlich Betroffenen. Was bleibt zurück bei den Hinterbliebenen? Was bleibt zu tun? Das Andenken bewahren und das eigene Noch-Dasein sowie das vergangene ehren. Menschen überleben IN uns, in unseren Gedanken und auch in unseren Taten. Wir erinnern und gedenken ihrer und merken, sie sind ein Teil von uns, wenn wir sie im Herzen tragen. Ihr Dasein hinterlässt bleibende Spuren in unserem Leben, nimmt Einfluss auf unsere Geschichte, ist Energie.

Sie freut sich mit, wenn die Sonne lacht, und spendet Trost, wenn wir traurig werden. Das Echo des Lebens klingt lange nach.

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