Mit eeden eröffnet neuer Ort im Hamburger Schanzenviertel

Die visionär feministische Zukunft

ein neuer Ort des Feminismus: das eeden in der Stresemannstraße. (Foto: Lidija Delovska)

Eine komplexe Gesellschaft samt ihrer Fragestellungen kommt mit simplen Antworten meist nicht weit. Daher streben drei Frauen auch für den Feminismus neue Wege an und gründete nun das „eeden“. Rein paradiesisch geht es aber auch dort nicht zu.

Mit Beginn des Jahres eröffnete das eeden in der Stresemannstraße im Hamburger Schanzenviertel. Ein einzigartiger experimenteller Ort, an dem die drei Gründerinnen Kübra Gümüşay, Onejiru Arfmann und Jessica Louis ein wegweisendes soziales und feministisches Unternehmen auf die Beine gestellt haben. Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, hat die Schirmherrschaft für die Gründungsphase übernommen . Die Behörde für Kultur und Medien unterstützt ihren zeitgemäßen Umgang mit den Themen  Gleichberechtigung, politischer Aktivismus und Zusammenarbeit und fördert die Gründung von eeden mit 100.000 Euro.

eeden ist ein vielfältiger innovativer Ort für visionäre feministische Zukunftsideen. Es ist ein feministischer Co-Creation und Co-Working Space, ein Inkubator und ein Veranstaltungsort für kulturellen Ausdruck in einem. Hier soll Frauen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Politik, Musik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien ein Raum geboten werden, um die Welt von morgen gemeinsam zu gestalten. Geplant sind Panels, Konzerte, Lesungen, Pop-Ups und vieles mehr.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Gründerinnen von eeden zeigen mit ihrer Initiative eindrucksvoll, wie viel sich mit einer guten Idee, Mut und Engagement erreichen lässt. Der Co-Creation Space steht für den Einsatz für die Gleichberechtigung und innovative, experimentelle Räume für das öffentliche Denken. Ich freue mich sehr, dieses Vorhaben in seiner Entstehungsphase begleiten zu können. Mit eeden bekommt Hamburg einen neuen Ort, der innovative und kreative Ansätze für eine zukunftsfähige Gesellschaft fördert und nachhaltige Veränderungen anstößt.“

Kübra Gümüşay, Mitgründerin von eeden: „Gerade in politisch so turbulenten Zeiten braucht es Orte, an denen nicht reflexartig nach den erstbesten Antworteten gegriffen wird, sondern experimentiert und zukunftsgewandt, innovativ und kreativ an die Herausforderungen unserer Zeit herangegangen werden kann. Mit der Unterstützung der Kulturbehörde können wir diesen Ort in Hamburg realisieren, der visionäre, inspirierende Köpfe aus den verschiedensten Bereichen zusammenbringt und an dem neue Wege ergründet werden können. Unser Ziel ist es dadurch die Zivilgesellschaft und das gemeinschaftliche Zusammenleben in der Demokratie zu stärken und Räume für öffentliches Denken zu schaffen. Die starke Unterstützung der Kulturbehörde ist ein wichtiges Signal in die Gesellschaft hinein, über das wir uns sehr freuen und sehr dankbar sind.“

Über eeden

Mit eeden wollen die Gründerinnen verbinden, was für sie zusammengehört: gesellschaftliches Engagement und wirtschaftlichen Erfolg zum Wohle aller. Bundesweit hat eeden bereits in der Startphase auf sich aufmerksam gemacht. Im November wurden die Gründerinnen in Berlin als Kultur- und Kreativpiloten 2019 ausgezeichnet. Sie gehören damit zu 32 Unternehmerinnen und Unternehmern der Kultur- und Kreativwirtschaft, die beim diesjährigen Wettbewerb der Bundesregierung für ihre zukunftsweisenden Ideen aus 800 Bewerbern und Bewerberinnen für ihre Ideen ausgewählt wurden. Um weitere finanzielle Mittel für den Betrieb von eeden einzuwerben, haben die Gründerinnen neben weiteren Fundraisingmaßnahmen eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen: gofundme.com/eeden

Die Gründerinnen

Kübra Gümüşay ist Autorin, Aktivistin, Speakerin und Politikwissenschaftlerin. Ihr erstes Buch „Sprache & Sein“ erscheint im Frühjahr 2020 bei Hanser Berlin. Ihre Texte erscheinen unter anderem bei Die Zeit und der taz. Zu den Initiativen, die sie gründete, gehören unter anderem die Antirassismus-Kampagne #SchauHin, das feministische Bündnis #ausnahmslos und „Organisierte Liebe“. Das Magazin Forbes zählt Kübra 2018 zu den Top 30 unter 30 in Europa im Bereich Media und Marketing. Onejiru Arfmann ist Produzentin, Musikerin, Aktivistin, Consultant und Diplom Geografin. Sie berät NGOs im Bereich Interkulturalität und Empowerment, ist Gründerin und Lead der Sisters (Keepers), sowie Stiftungsbeirätin und Consultant für Viva con Agua. Zudem ist sie Board Member von Music Women Germany und Spokesperson bei musicHHwomen. Ihr zweites Soloalbum „Higher than High“ ist im August 2019 erschienen. Jessica Louis ist Markenstrategin, Creative Director, Beraterin, Künstlerin, Aktivistin. Ihre Themenschwerpunkte sind Zeitgeist, kulturelle Codes, Kunst und Gesellschaft im Wandel. Für Greenpeace hat sie die Visual Identity der internationalen Kampagne „Make Smthng“ entwickelt. In enger Zusammenarbeit mit der Führung des Reeperbahn Festivals hat sie die Marken- und Visionsarbeit der internationalen Initiative Keychange entwickelt, die sich für Geschlechtergerechtigkeit einsetzt. Sie ist Mitinitiatorin des Sister’s March 2017 sowie der ersten Frauen-Barcamps in Hamburg.

Quelle: www.hamburg.de/bkm

eedenhamburg.de

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