Harburger Artothek und Nachbarschaftstreff Eißendorf kooperieren

Die Kunstleihe zieht zu Ostern um

Eißendorfer Straße 124: einst Bankfiliale, jetzt Nachbarschaftstreff und Ort lokaler Kunst.

Sie öffnete erst Ende Januar ihre Türen im Kulturprojekt „3falt“ in der Neuen Straße. Doch die Dreifaltigkeitskirche soll bis zum Verkauf erstmal wieder leer stehen. Zum Glück hat die Kunstleihe nun ein „Asyl“ gefunden.

Die Kunstleihe Harburg – Hamburgs erste Artothek, in der man für wenig Geld lokale Kunst leihen kann – öffnet ab Sonntag, dem 28. April, 12h seine Türen an einem neuen Standort: dem Nachbarschaftstreff  Eißendorfer Straße 124 – der ehemaligen Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Am Ostersonntag (21.4.) hat die Kunstleihe somit geschlossen!

Nachdem die Harburger St.Trinitatis das Kulturprojekt „3falt“ in der leerstehenden Dreifaltigkeitskirche in der Neuen Straße für beendet erklärte, wurde auch der erst Ende Januar hergerichtete Saal im Obergeschoss des dortigen Gemeindehauses obsolet. Einen eigenen Raum und in guter Lage zu mieten, ist zum jetzigen Stand nicht möglich, da es noch an Mitteln für Ausstattungen und der Gründung einer eigenen Körperschaftsform fehlt. „Die Miete für einen ganzen Monat zu berappen und doch nur ehrenamtlich sonntags öffnen zu können, wäre wirtschaftlicher Blödsinn“, so Mitorganisator Heiko Langanke von der Initiative SuedKultur. „Daher sind wir froh, mit der Eisenbahnbauverein Harburg eG eine Partnerin  aus Harburg gefunden zu haben, mit der wir uns erst einmal auf die wesentlichen, nämlichen inhaltlichen Dinge konzentrieren können.“ Und da die Räume über ausreichend variablen Raum verfügen, ist eine Kooperation als provisorische Bleibe zunächst einmal für ein Jahr vereinbart.

Vorstandsvorsitzender der EBV, Joachim Bode: Da der von uns und der Baugenossenschaft Finkenwärder Hoffnung eG betriebene Nachbarschaftstreff noch neu ist und an den Wochenenden in der Regel nicht genutzt wird, bot es sich an, der Artothek „Asyl“ zu gewähren. Ich gehe davon aus, dass beide Projekte davon profitieren.“

Zu Ostern nun packen die Akteure der Kunstleihe in der Neuen Straße ihre Sachen, transportieren sie in die Eißendorfer Straße 124 und bringen dort auch Leisten zur temporären Hängung leihbarer Kunstwerke an. „Da auch etliche andere Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften diesen Nachbarschaftstreff für ihre Mieter nutzen, ist es eine klassische win-win-Situation. Denn Kunst auf eine gewisse Zeit zuhause wirken zu lassen, ist vielen noch unbekannt. Die, die es bisher nutzten, waren aber alle begeistert“, so Sonja Alphonso von der Kunstleihe.

Und so wird die Harburger Kunstleihe ab Sonntag, dem 28. April wieder von 12-17h geöffnet haben, Kunst ausstellen und bei Interesse zur Verleihung mitgeben. Die Leihgebühren betragen gerade einmal 6,- € für ein Vierteljahr.

Auch wer das Projekt in anderer Form unterstützen will, kann gerne vorbeikommen oder sich bei den Kunstleihe-Akteuren unter kunstleihe@sued-kultur.de oder per Telefon 040 – 300 969-48 melden. Bei Kaffee und Kuchen und manchmal auch Sekt treffen sich Interessierte und oftmals auch lokale Künstler*innen  selbst bei den Kunstleihe-Tagen und tauschen sich über Harburgs Kulturszene aus.

In Vorbereitung ist auch eine weitere Kooperation mit Studierenden der Abteilung „arts and change“ der in Harburgs Hafen sitzenden Medical School Hamburg. Hier sind Kurse und Seminare der Kunstvermittlung im Gespräch.

Weiterführender Link: www.sued-kultur.de/kunstleihe

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