Der Speicher am Kaufhauskanal bei der 8. SuedKultur Music-Night am 20. Oktober:

Der Geschichtler des Klaviers

An den Tasten um die Welt gereist und Halt machend in Harburg: Ratko Delorko spielt bei der 8. SuedKultur Music-Night. (Foto: PR)

Am 20. Oktober gibt es zum 8. Mal die SuedKultur Music-Night im Hamburger Süden! 20 Orte, gut 40 Konzerte und das Ganze für 5€ Eintritt! Da braucht man Orientierung. Wir helfen. Heute ein Blick in den Speicher am Kaufhauskanal.

Endlich! Der Speicher am Kaufhauskanal ist wieder Teil der Music-Night. Und er sticht mit seinem Gast schon stilistisch heraus, denn es gibt Klassik. Aber nicht nur so und von irgendwem. Nein, es gilt an diesem Abend den weltweit gefragten Pianisten Ratko Delorko ab 20 Uhr zu erleben und es wäre schon respektabel, nicht einfach während des Konzertes hineinzuplatzen. Zudem: keine Angst, wer Klassik nicht kennt. Das Programm hilft beim Einstieg in ein Genre, das fasziniert!

Doch erstmal zur Person: Im Alter von drei Jahren entdeckte Ratko Delorko das Klavier als sein „Lieblingsspielzeug“, wie er es gerne nennt. Es dauerte weitere drei Jahre bis er herausfand, dass es sich für seine jugendlichen Kompositionsversuche als ideales Werkzeug anbot.

Beruflich ausgebildet wurde er dann in Köln, Düsseldorf und München, wo er Klavier, Komposition und Dirigieren studierte. Ein Mann von Fach kam heraus.

Und er freut sich: „Zu Gast sein durfte ich in solch schönen Spielstätten wie der Berliner Philharmonie, Düsseldorfer Tonhalle, Kölner Philharmonie, Gasteig München, Essener Philharmonie, Hamburger Musikhalle, Bremer Glocke, St. Martin in the Fields London, Paleau de la Musica Valencia, Beijing Concert Hall, Shanghai Oriental Arts Center und anderen.“ Eine Welt für sich in der Musik!

Eines seiner Lieblingsprogramme ist dabei „Die Geschichte des Klaviers“. Und so wie der Titel es suggeriert, so ist es auch: Er spielt Kompositionen der jeweiligen Zeit auf 22 Originalinstrumenten und erzählt die Entwicklung des Klaviers von seinem Beginn bis zur heutigen Zeit. „Gerne, wenn auch in deutlich geringerem Maß, spiele ich mit Kollegen aus dem Jazz- und Rock-Bereich zusammen“, ergänzt Delorko. Nun, das wird er im Speicher nicht schaffen, denn 22 Instrumente würde den Rahmen wahrlich sprengen. Aber das Programm für sich dürfte manchem Liebhaber das Herz öffnen:

Set 1:    Bernardo Pasquini (1637-1710): Partita

               Georg Friedrich Händel (1685-1759): Fantasie C-Dur

               Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Variationen über
               “Ah, vous dirai-je, maman!“

Set 2:    Ludwig van Beethoven (1770-1827): Sonate cis-Moll                                                                     

                op.27 Nr. 2 “Mondschein – Sonate“

Set 3:    Frederic Chopin (1810-1849): Prelude Des-Dur
               op. 28. No. 15 „Regentropfen“
               Walzer cis-Moll Op. 64 Nr. 2

               Franz Schubert (1797-1828): Impromptu in As-Dur op. 90 Nr. 4

               Frederic Chopin (1810-1849): Etude Op. 25 No. 1

Set 4:    John Field (1782 – 1837): Nocturne B-Dur Nr. 5

               Robert Schumann (1810-1856): Papillons

               Franz Liszt (1811-1886): Le Rossignol

               Louis Moreau Gottschalk (1829-1869): Souveniers d’ Andalousie

Und man merkt: als Komponist liegt Delorkos Schwerpunkt auf Solo-Klaviermusik, Klavierduo, Kammermusik, elektronischer Musik, Oper und Ballett. Derzeit lehrt er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt. Bis dahin hatte er in Malaysia, Russland, Italien, Kroatien, den USA, Vietnam und China Gastprofessuren inne gehabt und Meisterkurse geleitet. Kürzlich erschien zudem sein Buch „Profi-Tipps“ rund um das Klavier im „Staccato-Verlag, Düsseldorf“ veröffentlicht.

Also: hier kann man genießen und gar noch was lernen! Durch das Programm führt zudem Nicola Funk.

Weiterführend: www.delorko.com

Ort: Speicher am Kaufhauskanal, Blohmstraße 22, 21079 Hamburg, www.speicher-am-kaufhauskanal.com

 

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