Prof. Rainer-Maria Weiss hat einen neuen Band zu Hamburgs Ursprüngen herausgebracht:

Der Mythos von der „Hammaburg“: vom Wikinger zum Hanseaten

"Der Mythos der Hammaburg" hat nun einen ergänzenden Band hinzubekommen. (Bild: Wachholtz Verlag)

Über die Ursprünge Hamburgs wird schon lange gerätselt. Dass aber Franken, Slawen und Wikinger unsere Gründungsväter sein sollen, mag überraschen.

Die Hammaburg – Keimzelle Hamburgs – wird seit Jahrhunderten auf dem Domplatz im Herzen der Stadt vermutet. Die spannende Suche nach der historischen Hammaburg ist dabei zum Mythos geworden. Das Archäologische Museum Hamburg inmitten Harburgs verknüpfte mit der Ausstellung „Mythos Hammaburg – Archäologische Entdeckungen zu den Anfängen Hamburgs“ erstmals die schriftliche Überlieferung mit den aktuellen Ergebnissen archäologischer Ausgrabungstätigkeit. Wer es also genau wissen will, konnte sich seit Ende 2015 mit einem Begleitband zur Ausstellung tief ins Herzen nicht nur St. Paulis begeben und ist dabei von fachkundigen Archäologen beraten.

Der Band präsentiert in über 40 reich illustrierten Beiträgen ein neues Bild von den Ursprüngen Hamburgs zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert. Erstmals kann die Stadtwerdung der Hansestadt lückenlos von einer spätsächsischen Siedlung bis zur blühenden Hansestadt des Hochmittelalters aufgezeigt werden. Die renommierten wissenschaftlichen Autoren betten zudem in fundierten Fachbeiträgen die Hammaburg in ihr frühmittelalterliches Umfeld zwischen Franken, Slawen und Wikingern ein. Der Weg zur heutigen einer Weltmetropole ist also lang und war nicht immer so klar in seiner Richtung.

Nun erschien im November 2016 ein weiterer ergänzender Band: „Hammaburg. Wie alles begann“.

Das Archäologische Museum Hamburg schlägt damit ein weiteres spannendes Kapitel der Geschichte Hamburgs auf: Die historische Keimzelle der Hansestadt – die legendäre Hammaburg – gilt seit 2014 als endgültig entdeckt, womit zahlreiche Rätsel um die Gründung der Stadt gelöst werden konnten. So kann erstmals die Stadtwerdung Hamburgs lückenlos von einer kleinen sächsischen Siedlung des 8. Jahrhunderts bis zur blühenden Hansestadt aufgezeigt und illustriert werden.

Beide Bände oblagen dem Herausgeber Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss.  Seit 2003 ist er Direktor des Archäologischen Museums Hamburg mit Sitz in Harburg und Landesarchäologe von Hamburg. Er studierte Vor- und Frühgeschichte und Kunstgeschichte in Regensburg. 1990 begann er seine berufliche Laufbahn am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in Regensburg. 1991 wechselte er an das Museum für Vor- und Frühgeschichte nach Berlin. Nach weiteren Stationen in der Denkmalpflege in Berlin und Bayern sowie am Gäubodenmuseum in Straubing wurde er 2001 am Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte zum Kustos ernannt, bevor er dann nach Hamburg kam. Über seinen archäologischen Arbeiten ist er auch für sein großes kulturelles Engagement bekannt.

Nun ist ein zweiter, ergänzender Band zum Mythos Hammaburg erschienen. (Bild: Wachholtz-Verlag)
Mythos Hammaburg. Archäologische Entdeckungen zu den Anfängen Hamburgs, Autoren: Rainer-Maria Weiss (Hrsg.), Anne Klammt (Hrsg.) ISBN: 9783529052705, Format: 24 x 30 cm, Seiten: 508, Einband: gebunden, Preis: 29,50 €
Hammaburg. Wie alles begann, Autor: Rainer-Maria Weiss (Hrsg.), ISBN: 9783529052712, Format: 14,5 x 22 cm, Seiten: 144, Einband: gebunden, Preis: 19,90 €

(17. Dez. 2016, hl)

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