Niedersächsische Sparkassenstiftung hat in der Bildenden Kunst 2018 entschieden:

Delia Jürgens erhält den Sprengel-Preis

"Cloud-Storage" ist der Titel dieser "Materialisierung" von der preisgekrönten "Nomadin" Delia Jürgens. (Foto: D. Jürgens)

Es gibt kaum ein Medium, was sie nicht für ihre Kunst zu nutzen weiß. Daher eilt ihr auch gerne der Ruf einer modernen Nomadin voraus. Nun wurde ihre Arbeit mit einem Preis geehrt: Delia Jürgen.

In der Pressemitteilung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vom 23. Februar 2018 hieß es:

„Der Sprengel-Preis für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung wird 2018 der Künstlerin Delia Jürgens (geb. 1986 in Hannover) verliehen. Dies gab die Jury unter Vorsitz von Dr. Carina Plath, stellvertretende Direktorin des Sprengel Museum Hannover, bekannt.

„Mit Delia Jürgens hat sich die Jury für eine Künstlerin entschieden, die ihr bildhauerisches und installatives Werk aus allen Medien schöpft: Das Spektrum reicht von analogen Materialien wie Stein, Styropor, Metall, Papier bis zu medialen Bildern und Verfahren wie Fotografien, Scans und Bildverarbeitungsprogrammen. Ihre Installationen im Innen- und Außenraum überzeugen durch komplexe Konstellationen, durch permanente Überlagerungen und Schichtungen, mit denen sie Räumlichkeiten durchzieht. Die Künstlerin versucht mit ihren Arbeiten den Ambivalenzen unserer Außenwelt angemessene Ausdrucksformen zu geben“, begründet Carina Plath, Vorsitzende der Jury, die Wahl der Preisträgerin.

Der künstlerische Entstehungsprozess der Werke von Delia Jürgens ist mit digitalen Arbeitsprozessen vergleichbar, die sich immer wieder verändern oder auch rückgängig machen lassen. „Mit ihrer mobilen Werkform von immer wieder anders zusammenzusetzenden Teilen, die in jeder Situation erneut kombiniert und erweitert werden, begründet Jürgens für sich ein zeitgenössisches Nomadentum. Dieser letzte Aspekt trägt weiter zur Aktualität und Qualität ihrer künstlerischen Arbeit in der gegenwärtigen Situation der Kunst bei“, sagt Carina Plath weiter.

Delia Jürgens (Foto: Tarik Kentouche)

Delia Jürgens studierte von 2008 bis 2014 Szenografie an der Hochschule Hannover und Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig bei der deutsch-amerikanischen Künstlerin und Professorin für Malerei Frances Scholz. 2015 erhielt sie das Jahresstipendium des Künstlerhauses Meinersen, ein Jahr später das Jahresstipendium des Landes Niedersachsen. 2017 wurde sie für das VG Stipendium nominiert. Delia Jürgens lebt und arbeitet in Hannover, Los Angeles und Berlin.

Der schon zu Lebzeiten des Kunstsammlers Bernhard Sprengel ausgelobte Sprengel-Preis zeichnet Künstlerinnen und Künstler mit Bezug zu Niedersachsen aus, die mit ihrem Schaffen einen wichtigen Beitrag zur zeitgenössischen Kunst leisten. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 12.500 Euro dotiert. Der Preisträger wird von einer unabhängigen Jury benannt.

Die Preisverleihung findet am 16. November 2018 um 19:00 Uhr im Sprengel Museum Hannover statt. Anlässlich der Preisverleihung zeigt das Museum eine Ausstellung mit aktuellen Arbeiten von Delia Jürgens.

Mitglieder der Jury des Sprengel-Preises für Bildende Kunst 2018:

Dr. Carina Plath, stellvertretende Direktorin des Sprengel Museum Hannover (Vorsitzende); Stefan Becker, Vorsitzender des Vereins der Freunde des Sprengel Museum Hannover; Prof. Dr. Andreas Bee, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig; Dr. Brigitte Kölle, Leiterin der Galerie der Gegenwart, Hamburger Kunsthalle; Roland Nachtigäller, Direktor des Marta Herford; Ulrike Schneider, Referentin für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.

Bisherige Preisträger des Sprengel-Preises für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung:

2016 Toulu Hassani / 2014 Benjamin Badock / 2012 Friedrich Kunath / 2010 Kalin Lindena / 2007 Antje Schiffers / 2005 Stefan Mauck / 2003 Ingo Günther / 2001 Bjørn Melhus / 1999 Thomas Kapielski / 1997 Andreas Schulze / 1995 Andreas Slominski / 1994 Ludger Gerdes / 1993 Ricardo Saro / 1992 Hermann Pitz / 1991 Andrea Ostermeyer“

Quelle: www.nsks.de

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