Der neue Kreiskantor Fabian Bamberg über Harburg, Chöre und Orgeln

„Dann wurde es gewaltig laut“

Jung, dynamisch, musikalisch: Kreiskantor Fabian Bamberg (Foto: evang. Gemeinde Harburg)

Die evangelischen Innenstadt-Gemeinden in Hamburg-Harburg haben einen neuen Kantor. Fabian Bamberg, 29 Jahre , übernahm am 1. September als Nachfolger von Rainer Schmitz die Stelle als Regionalkantor. Grund genug mal nachzuhaken.

Tiefgang (TG): Was hat Sie gereizt, sich in Harburg zu bewerben?

Fabian Bamberg: Zunächst mal hatte ich große Lust auf die verschiedenen Musikgruppen. In vielen Gemeinden gibt es ja nur Chöre der verschiedensten Art: Kirchenchöre, Kinderchöre, Popmusikchöre und so weiter. Das ist toll. Ich selbst singe ungeheuer gerne im Chor. Aber sobald Instrumente dabei sind, bekommt die Musik eine neue Dimension und man hat als Kantor viel größere Möglichkeiten. Mit dem Kammerorchester „Concerto Harburg“ und dem Blockflötenensemble „Flauti vivi“ hat Harburg einfach etwas Besonderes zu bieten. Abgesehen davon war es natürlich die Herausforderung als Kreiskantor, die mich gereizt hat. 

TG: Hatten Sie angesichts diverser Mitbewerber und Ihres fast noch jugendlichen Alters überhaupt damit gerechnet, eine reelle Chance zu haben?

Fabian Bamberg: Ehrlich gesagt, ich war schon überrascht. Ich hatte damit gerechnet, dass sich die Verantwortlichen in Harburg angesichts der vielfältigen Aufgaben eher für eine Persönlichkeit mit zehn, fünfzehn Jahren Berufserfahrung entscheiden würden. Umso mehr habe ich mich natürlich gefreut, dass die Wahl auf mich gefallen ist.

TG: Haben Sie schon Erfahrung mit der Arbeit als Kreiskantor, der über eine einzelne Gemeinde hinaus musikalische Verantwortung hat?

Fabian Bamberg: Nein, das habe ich noch nie gemacht. Allein schon deshalb ist die Stelle natürlich eine besondere Herausforderung für mich. Ich sehe diese Aufgabe nicht als Belastung, sondern als eine große Chance an, auch wenn sie am Anfang sicher einen überproportional großen Anteil meiner Arbeitszeit erfordern wird. Aber ich bin ja noch jung genug, um mich schnell in einen großen, neuen Apparat einzudenken.

Harburg ist nicht Blankenese

TG: Ist Ihnen schon klar geworden, dass Harburg nicht Hamburg ist?

Fabian Bamberg: Dass dies offensichtlich ein großer Unterschied ist, habe ich tatsächlich erst durch meine neue Vermieterin gelernt. Sie ist ein original Harburger Urgestein, wohnt in Langenbek und hat mich mit vielen Anekdoten auf das gespannte Verhältnis zwischen Harburgern und Hamburgern hingewiesen. Ich werde mich mit der Geografie im Bereich Süderelbe natürlich noch mehr befassen, aber ich ahne jetzt nach den Schilderungen meiner Vermieterin, dass für „den Hamburger“ südlich der Elbe der Balkan beginnt und dass Harburg nicht Blankenese ist.

TG: Wo liegen Ihre Wurzeln?

Fabian Bamberg: Geboren wurde ich in der Nähe von Bielefeld, wo heute noch die meisten Mitglieder meiner Familie wohnen. Meine Eltern studierten damals Musik in Hannover und zogen dann bald nach Freiberg in Sachsen, wo es ein kleines, aber feines Stadttheater samt Opernsparte gibt, in dem meine Eltern spielten.

TG: Beide Elternteile sind Berufsmusiker?

Fabian Bamberg: Ja, meine Mutter ist Flötistin, mein Vater spielt Kontrabass und ich bin schon als kleiner Junge quasi im Handgepäck zu allen möglichen Konzerten mitgeschleppt worden.

TG: Wissen Sie noch, wann sie zum ersten Mal eine Orgel hörten?

Fabian Bamberg: Oh, ja. Da war ich noch in der Grundschule und wir machten einen Ausflug in den Freiberger Dom mit seiner berühmten Silbermann-Orgel. Der Organist erklärte, wie das Instrument funktioniert und spielte uns die verschieden Register vor. Schließlich fragte ich ihn: Was passiert eigentlich, wenn man alle Register gleichzeitig zieht? Der Organist lächelte mich an und sagte: Das kann ich Dir zeigen. Dann wurde es gewaltig laut – und ich war einfach hin und weg.

TG: Hat das Ihre musikalische Entwicklung beeinflusst?

Fabian Bamberg: Eigentlich nicht. Selbst das Klavier spielte bei mir ja zunächst keine große Rolle. Vielmehr habe ich als Schüler vor allem im Knabenchor der Musikschule gesungen. Ein paar Mal haben wir sogar im Stadttheater mitgespielt: Einmal, im „Sommernachtstraum“ von Mendelsohn, habe ich auf der Bühne eine Elfe gesungen während meine Eltern unten im Orchestergraben spielten. Das war ein tolles Erlebnis.

Krummhorn, Schalmei und Dudelsack

TG: Ein Instrument wollten Sie damals nicht spielen?

Fabian Bamberg: Doch. Ich wollte immer einen kleinen Bass, um meinem Vater nachzueifern. Aber der Bass ist nun mal viel zu groß für ein Kind. Mein Vater hat mich dann eines Tages mit einer Geige zu trösten versucht, aber so richtig gezündet hat die Idee nicht. Unter anderem, weil ich zur Weihnachtsbescherung damit immer unter dem Tannenbaum spielen sollte, das mochte ich gar nicht. Irgendwann habe ich schließlich die Oboe entdeckt und lieben gelernt, die hat die Geige abgelöst. Zu der Zeit habe ich mich brennend für die Musik des Mittelalters interessiert und auch mit Krummhorn, Schalmei und Dudelsack rumexperimentiert. Das war eine wilde Zeit.

TG: Hatten Sie da bereits eine Karriere als Berufsmusiker im Blick?

Fabian Bamberg: Nein. Nach dem Realschulabschluss wollte ich eigentlich Instrumentenbauer werden, vorzugsweise die Holzblasinstrumente hatten es mir angetan. Aus dem Plan wurde nichts, weil ich partout keinen Ausbildungsplatz fand. Durch Zufall hörte ich dann 2006 von der Berufsfachschule für Musik in Kronach in Oberfranken – ein Schultyp, den es nur in Bayern gibt. Nach einer ziemlich umfangreichen Aufnahmeprüfung habe ich dort einen Platz bekommen – mit dem Hauptfach Oboe.

TG: Wie kam es dann zum Schwenk zur Kirchenmusik?

Fabian Bamberg: In Kronach hatte ich in allen wichtigen Fächern wie Musiktheorie, Harmonielehre, Gehörbildung, Dirigieren und Klavier fast ausschließlich Kirchenmusiker als Lehrer. Ich fand es wahnsinnig beeindruckend, dass Kirchenmusiker scheinbar alles können. Und das wollte ich auch.

TG: Kirchenmusik ohne Orgel? Wie sollte das gehen?

Fabian Bamberg: Tja, genau das war mein Problem. Aber ich bin stur! Wenn ich mir was in den Kopf setze, dann möchte ich, dass das klappt. Ich habe also zunächst meinen Klavierlehrer in Kronach gefragt, ob er mir das Orgelspielen beibringen könne. Seine Antwort war kurz und deprimierend: Vergessen Sie´s, sagte er. Sie sind viel zu alt und haben viel zu spät mit dem Klavier angefangen. Beim nächsten Lehrer, den ich fragte, bekam ich die gleiche Abfuhr und auch beim dritten. Erst beim vierten Anlauf hatte ich Glück: Katharina Pfretzschner-Runge, eine renommierte Organistin, die damals in Kronach noch ziemlich neu war, erklärte sich bereit, das Experiment mit mir zu wagen und meinte: Wenn Sie Kirchenmusiker werden wollen, haben Sie jetzt gerade noch 18 Monate Zeit, sich auf die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule vorzubereiten. Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass es klappt, aber versuchen wir´s.

TG: Das hört sich nach einem höchst ehrgeizigen Projekt an

Fabian Bamberg: Zumindest waren es 18 sehr intensive Monate und alles andere musste zurückstehen. Aber ich habe es tatsächlich geschafft, mir in der kurzen Zeit ein Programm auf der Orgel anzueignen, mit dem ich die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule bestehen konnte.

TG: Wissen Sie noch, was Sie gespielt haben?

Fabian Bamberg: Als Organist fängt man meistens mit der gleichen Literatur an. Erst Pedal- und Fingerübungen, dann kleine, leichte Stücke, um sich an die Koordination zwischen zwei Händen und Füßen zu gewöhnen, dann erste „richtige“ Literatur: die „Acht kleinen Präludien und Fugen“, die man Johann Sebastian. Bach zuschreibt, leichtere Sätze von Mendelssohn und irgendwann natürlich Choralbearbeitungen aus dem Orgelbüchlein, ebenfalls  von Bach.

Kraftvoll, intensiv und glaubhaft

TG: Hat Sie vor allem dieses Übungspensum zu Bach gebracht?

Fabian Bamberg: Nein, mein Vater hatte mir eine CD mit Bach-Werken geschenkt, gespielt von Karl Richter, der genau wie ich seine Kindheit in Freiberg in Sachsen verbracht hatte, und später in den 50-er und 60-er Jahren als einer der bedeutendsten Interpreten der Musik von Bach galt. Man mag heute über seine Interpretationen sagen, was man will, aber er war einfach ein ungeheuer kraftvoller, intensiver und glaubhafter Musiker, das ist sicher. Seine Art, Orgel zu spielen hat mir wahnsinnig imponiert und mich inspiriert. Vielleicht hat mir das den entscheidenden Kick gegeben, diese intensive Zeit durchzustehen. Nach 18 Monaten hatte ich jedenfalls ein vorzeigbares Vorspiel-Programm, und an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth hat es damit geklappt. In Bremen, an der Hochschule für Musik, habe ich dann 2017 mein A-Examen bestanden.

TG: Ist Harburg Ihre erste Stelle als Kirchenmusiker?

Fabian Bamberg: Nein. Während des Studiums konnte ich schon Erfahrung mit der Leitung von drei Chören sammeln. Nach dem Examen hatte ich dann zunächst eine dreiviertel Stelle in Bremen-Blumenthal, als Krankheitsvertretung für einen Kollegen, ehe ich im November 2017 meine erste volle Stelle als Organist in Halstenbek bekam.

TG: Sie haben im November 2017 in Halstenbek angefangen und treten nur zehn Monate später schon wieder eine neue Stelle in Harburg an – nach einem organischen Wechsel sieht das nicht gerade aus.

Fabian Bamberg: Das ist es leider auch nicht. Vielmehr kam es in Halstenbek zu einem Zerwürfnis mit der Kirchenleitung. Dadurch wurde eine Trennung unvermeidlich, was ich wirklich sehr bedauere.

TG: Was ist passiert? Sind Sie als junger Kantor erst einmal gegen sämtliche Konventionen angerannt?

Fabian Bamberg: Der Konflikt ist schwer zu erklären und wohl nur aus den engen lokalen Verhältnissen verständlich. Ich möchte keine schmutzige Wäsche waschen und sage deshalb nur soviel: Ich habe, wie man so schön sagt, keine silbernen Löffel geklaut, noch mich in irgendeiner Weise unmoralisch verhalten, war immer anständig gekleidet und nie unpünktlich. So was Profanes war es nicht. Die Auseinandersetzung spielte eher auf der emotionalen Ebene. Was soll ich sagen? Man ist jung, hat den Kopf voller Flausen, hat seine erste Stelle, will sein ganzes Können präsentieren. Andere fühlten sich dadurch vielleicht bedrängt und so kam es zum Knall.

TG: Konnten Sie Lehren aus dem Konflikt ziehen?

Fabian Bamberg: Ich vermute, dass ich manchmal zu anspruchsvolle und hehre Ziele hatte, die einfach an den Bedürfnissen einer Vorstadtgemeinde vorbeigegangen sind. Außerdem hätte ich mir sicherlich früher Rückmeldungen von meinen hauptamtlichen Kollegen holen können. Ich habe darüber lang mit einer Supervisorin gesprochen. Obgleich ich natürlich meinen Anteil an der Situation hatte, ist mir inzwischen klargeworden, dass in dem Konflikt auch diverse unaufgearbeitete, nennen wir es, Befindlichkeiten, aus der Gemeinde auf mich projeziert wurden. Die Stelle wurde ja erst im dritten Ausschreibungsverfahren durch mich neubesetzt und mein direkter Vorgänger, ein gestandender Kirchenmusiker, hat nach fünfjähriger Amtszeit in Halstenbek beschlossen, seinen Beruf komplett an den Nagel zu hängen. Es ist also kein einfaches Pflaster gewesen…

TG: Jetzt sind Sie seit Anfang des Monats in Harburg und haben bereits in dem einen oder anderen Gottesdienst Orgel gespielt. Wie war Ihr erster Eindruck?

Fabian Bamberg: Tatsächlich habe ich schon in den drei Gemeinden, Trinitatis, Paulus und Petrus einen Gottesdienst spielen können. Die Resonanz war positiv, was sich zur Abwechslung durchaus gut angefühlt hat. Der erste Gottesdienst war gleich ein Gastkanzelgottesdienst, bei welchem ein Lehrer aus dem buddhistischen Tempel eingeladen wurde. Ich finde dieses Konzept sehr spannend und freue mich schon darauf, den nächsten mitzuplanen. Desweiteren habe ich die erste Probe von „Cantate Harburg“ nach der Sommerpause besucht, aber zur Zeit bin ich dort ja nur Beiwerk. Bis Ende Oktober probt der Chor ja in Kooperation mit der Musikhochschule Hamburg an der Dvorak-Messe. Dieses Pilotprojekt, das mein Vorgänger Rainer Schmitz initiiert hatte, um eine eventuell längere Vakanz aufzufangen, ist wirklich eine großartige Kooperation, die in Zukunft hoffentlich an anderen Hamburger Gemeinden weitergeführt wird. Die Sänger und Sängerinnen sind wirklich angetan von den Studenten, die abwechselnd den Chor leiten. Ich hoffe, dass mich die Sängerinnen und Sänger überhaupt noch als ihren Chorleiter möchten, wenn ich Ende Oktober „Cantate“ übernehme…

TG: Ihr Vorgänger hatte, fast wie ein Kantor wie zu Bachs Zeiten, auch eigene Kompositionen aufgeführt. Haben Sie auch solche Ambitionen?

Fabian Bamberg: In der Tat schreibe ich auch gerne eigene Stücke. Wobei meine Art der „Notenproduktion“ eher die Bereiche des Arrangierens, beispielsweise von Choralmelodien für Chor oder die Transposition von Orchesterstimmen, abdeckt. Außerdem ist meine Musik eher Gebrauchsmusik und längst nicht so virtuos und anspruchsvoll wie die meines Vorgängers. Als zukünftiges Projekt könnte ich mir eine Art Krippenspiel in Form eines Kindermusicals vorstellen.

TG: Welche Rolle spielt Kirchenmusik in unserer Zeit?

Fabian Bamberg: Ich glaube für mich und für die Menschen, die sich bereits in der Kirche musikalisch engagieren, spielt sie eine sehr große Rolle. Aber ich fürchte, das ist inzwischen fast eine Minderheit. Wahrscheinlich sehen heute viele Menschen Kirchenmusik als antiquiert an und nicht mehr als einen selbstverständlichen Bestandteil unserer westlichen Kultur. Zum Teil liegt das sicher daran, dass die sogenannte klassische Musik in unserer Gesellschaft leider nicht mehr den gleichen Stellenwert hat wie früher.

Musik als etwas Selbstverständliches

TG: Ist die Popularmusik in Ihren Augen da ein Ausweg?

Fabian Bamberg: Ich glaube nicht. Für manche Menschen mag Popularmusik ja der Einstieg zu sogenannter „ernsthafterer“ Musik sein, aber ich habe da meine Zweifel. Den Ausweg aus der jetzigen Situation sehe ich eher darin, Kindern von frühestem Alter an über das Singen und durch musikalische Früherziehung klassische Musik wieder als etwas sehr Selbstverständliches nahezubringen. Mir ist natürlich klar, dass das nur ein Langfristprojekt sein kann.

TG: Der Popularmusik in der Kirche stehen sie eher ablehnend gegenüber?

Fabian Bamberg: Ganz im Gegenteil! Während meines Studiums zum Beispiel habe ich mich intensiv mit dem Jazz auseinandergesetzt. Nicht zuletzt, weil ich das Prinzip der Improvisation und die schräge Harmonik im Jazz verstehen wollte. Insofern sehe ich Popularmusik als eine weitere und eine schöne Facette der Musik an.

TG: Ein großes Problem bei allen musikalisch aktiven Gruppen in Harburg ist, dass oft der Nachwuchs fehlt.

Fabian Bamberg: Aber warum fehlt der Nachwuchs? Gibt´s keine Kinder in Harburg?

TG: Klar gibt´s die, aber die Kinder oder deren Eltern gehen nicht unbedingt in die Kirche.

Fabian Bamberg: Ein Krippenspiel, das ich möglichst bald realisieren will, wäre in meiner idealen Welt der Grundstock für einen dauerhaften Kinder- und Jugendchor in Harburg. Den würde ich gerne starten. Ich weiß, dafür braucht man einen langen Atem, aber den habe ich und ich habe dabei einen Kollegen in Bremen vor Augen: Der hat vor sieben Jahren mit fünf Kindern eine Mädchen-Kantorei gestartet; jetzt hat er über 120 Mädchen im Chor. Warum soll so etwas nicht in Harburg möglich sein – zum Beispiel in Kooperation mit Schulen und Kindergärten.

TG: Was erwarten Sie vom Förderkreis „Forum Klangkultur“?

Fabian Bamberg: Mein Wunsch wäre es, dass einmal im Monat musikalisch etwas Besonders stattfindet. Es gibt ja schon die Orgelwoche und die Kiekeberg-Konzerte. Darüber hinaus habe ich großes Interesse daran, eine Konzertreihe mit stilistisch sehr vielfältigen Programmen zu betreuen. Ein- oder zweimal im Jahr sollte es auch ein großformatiges Werk sein. So etwas kann man natürlich nicht allein mit eigenen Leuten bewältigen. Da braucht man Profis als Aushilfen und auch Solisten, die selbstverständlich ein Honorar fordern. Da könnte zum Beispiel der Förderkreis in die Bresche springen.

TG: Haben Sie schon konkrete Pläne?

Fabian Bamberg: Dazu ist es natürlich noch zu früh. Aber ich träume von Stücken wie dem Weihnachtsoratorium von Bach und seiner Johannes-Passion, welche für mich übrigens zwei der größten Werke der Musikgeschichte sind. Es gibt aber auch noch eine ganze Reihe reizvoller Passions- und Oratorienmusiken anderer Komponisten. Für all das ist natürlich noch eine Menge Geld und Arbeit nötig, aber ich habe ja auch noch ein ganzes Kantorenleben Zeit, diese Träume zu verwirklichen.

(Das Interview für ´Tiefgang` führte Peter Kerbusk.)

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