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Bürostadt im Grünen

Im Rahmen des Hamburger Architektursommers eröffnete Kultur-Senator Carsten Brosda nun eine die Ausstellung zur City Nord. Sehenswert.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Als „Bürostadt im Grünen“ konzipiert, steht die ab 1964 erbaute Hamburger City Nord für den innovativen Gestaltungswillen und die Aufbruchsstimmung der Nachkriegsmoderne. Der Hamburger Fotograf Felix Borkenau hat zwischen den Jahren 2001 und 2018 im Auftrag des Denkmalschutzamtes alle denkmalgeschützten Gebäude und die Außenanlagen der City Nord mit eindrucksvollen Fotos dokumentiert. Zum Abschluss des Projekts stellt er im Rahmen des Hamburger Architektursommers seine Portraits der Denkmäler in der Rathausdiele vor. Der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda eröffnete nun die Ausstellung „City Nord. Als Hamburg die Bürostadt der Zukunft baute“, die noch bis zum 18. Juni in der Rathausdiele zu sehen ist.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das Denkmalensemble City Nord ist ein Stück Hamburger Geschichte geworden und gehört heute zur städtischen Identität. Die architektonisch herausragenden Bauten und Parkanlagen der City Nord sind das Ergebnis vielschichtiger stadtplanerischer Bemühungen. Prägende Bauten wie die ehemalige HEW-Zentrale von Arne Jacobsen strahlen weit über Hamburg hinaus. Und der ehemalige Firmensitz der Claudius Peters AG – seit 2018 ein Boarding House – zeigt, wie solche Bürogebäude denkmalgerecht saniert und umgenutzt werden können. Wir wollen mit der Ausstellung zeigen, dass es sich lohnt, sich näher mit der City Nord zu befassen und sich auf ihre Geschichte einzulassen. Die Fotos von Felix Borkenau sind Kompositionen, bei denen jedes Detail, jede Einstellung stimmt und die damit auch dem baukünstlerischen Anspruch der Architekten gerecht werden.“

Ende der 1950er Jahre entwickelte Oberbaudirektor Werner Hebebrand den Plan einer „Bürostadt im Grünen“ – der City Nord. Eingebettet in eine großzügige Grünanlage, entstand ab 1964 nördlich des Stadtparks ein Stadtteil mit hochwertigen und eleganten Bauten. Hier verbanden sich neue Gestalt, moderne Technologie und innovative Raumkonzepte. Die Anlage ist eines der wichtigsten deutschen Großprojekte der Zweiten Nachkriegsmoderne und hatte auch eine Entlastungsfunktion für Innenstadt und Alsterrand.

Der schnelle wirtschaftliche Aufschwung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatte im historischen Zentrum der Stadt zu einem zunehmenden Raumbedarf der dortigen Unternehmen geführt. In den zentrumsnahen Bereichen um die Außenalster drohte in der Folge eine umfassende Umwandlung von Wohn- in Gewerbefläche. Gleichzeitig entstanden in zentraler Lage Bürogebäude in einer Größe, die nicht mehr verträglich war, wenn man eine tiefgreifende Umgestaltung der Innenstadt verhindert wollte. Die City Nord trug so zur Bewahrung der Innenstadt bei. Zudem hat die Idee einer „Bürostadt im Grünen“ dazu beigetragen, dass die Grundstücke der Konzerne mit ihrer Grüngestaltung Teil einer großen Parkanlage wurden.

Das Denkmalschutzamt stellte die City Nord einschließlich der Parkanlage als Ensemble unter Schutz. Der Fotograf Felix Borkenau portraitierte diese zwischen 2001 und 2018 einschließlich der Gesamtanlage. Zum Abschluss der Dokumentation stellen Felix Borkenau und das Denkmalschutzamt die Aufnahmen nun im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2019 vor.

Die Ausstellung „City Nord. Als Hamburg die Bürostadt der Zukunft baute“ ist bis zum 18. Juni in der Rathausdiele zu sehen, Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm [1]

 

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