Hamburgs Musikszene erhält weitere Unterstützung

500.000 Euro für Konzerte

Der Junge muss mal weider dringend vor die Tür. Ein Gagenfonds hilft ihm nun. (Foto: Rockcity Hamburg e.V.)

Ein neuer Gagenfonds der Hamburger Kulturbehörde hilft nun Musikerinnen und Musikern ihre künstlerische Tätigkeit wieder aufzunehmen.

Back to work: Die Musikerinnen und Musiker der Hamburger Musikszene sind von den coronabedingten Einschränkungen besonders stark betroffen. Veranstaltungsbetriebe, Clubs und Bühnen sind durch erhebliche betriebliche Ausfälle kaum in der Lage, relevante Honorare/Gagen für die auftretenden Musikerinnen, Musiker und Bands zu bezahlen. Zudem ist die Anzahl der Veranstaltungen extrem minimiert und auch die Eintrittseinnahmen sind coronabedingt um bis zu 80 Prozent rückläufig. In Zeiten andauernder pandemiebedingter Einschränkungen erhalten Musikerinnen, Musiker und Bands nun Unterstützung und mehr Planungssicherheit durch den Hamburger Gagenfonds, den die Behörde für Kultur und Medien jetzt zusammen mit RockCity Hamburg e. V. aufgelegt hat. Die Akteurinnen und Akteure werden finanziell dabei unterstützt, ihre künstlerischen Tätigkeiten wieder aufzunehmen und eigene Einnahmen zu generieren. Insbesondere werden auch Musikerinnen und Musiker auf digitalen Live-Bühnen erfasst und mit dem Hamburger Gagenfonds unterstützt.

Rückwirkend zum 13.03.2020 (Streaming-Konzerte) bzw. zum 01.07.2020 (Live-Konzerte) und bis mindestens zum 31.12.2020 können Hamburger Musikerinnen und Musiker einen Antrag auf Ausgleich ihrer fehlenden Erlöse stellen, sollten diese bei digitalen oder Live-Auftritten in kleinen Venues bis 200 Zuschauerinnen und Zuschauern unter 250 Euro pro Auftritt pro Person oder bei größeren Bands in größeren Venues über 200 Zuschauerinnen und Zuschauern unter 500 Euro pro Person liegen. Voraussetzung ist, dass das Konzert von einem professionellen Veranstalter oder einer professionellen Veranstalterin durchgeführt wurde. Bei Livestreams sollte mit einer Spenden- oder Paywallfunktion deutlich gemacht werden, dass „Kultur umsonst“ nicht zum neuen Corona-Motto wird. Die genauen Antrags- und Förderbedingungen finden Sie bei RockCity Hamburg e. V. – Zentrum für Popularmusik Hamburg e. V. unter www.rockcity.de.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Perspektiven aufzeigen statt Stillstand verwalten – das ist mehr als nur ein Motto für den RockCity-Gagenfonds. Hilfen für den Neustart sind notwendig, damit Kreativität und Mut, neue Dinge auszuprobieren, sich entfalten können. Auch wenn die Pandemie noch nicht überstanden ist und obwohl die Live-Branche weiterhin stark unter Druck steht, erleben wir bereits immer mehr Programme auf den Musikbühnen. Damit Hamburgs Musikerinnen und Musiker in die Lage versetzt werden, ihre Arbeit auch dann auszuüben, wenn die gezahlten Gagen nicht ausreichend sind, hilft die Förderung aus dem Gagenfonds.“

Andrea Rothaug, Geschäftsführung RockCity Hamburg e. V.: „Für die freie Musikszene, Nachwuchs- und Berufsmusikerinnen und -musiker, deren Gagen/Honorare bis mindestens Ende des Jahres weitgehend wegfallen werden, bietet der RockCity-Gagenfonds temporäre Förderung und erleichtert den beruflichen Neustart in Zeiten der Pandemie. Mit dem Gagenfonds für die Popularmusikszene in Hamburg erhalten Musikerinnen und Musiker für digitale und für Livekonzerte jetzt perspektivischen Support in Höhe marktgerechter Gagen.”

RockCity Hamburg e.V. – Zentrum für Popularmusik fördert seit 1987 szenenah, kontinuierlich und marktgerecht die Arbeits-, Auftritts- und Vermarktungsmöglichkeiten von Hamburger Textdichterinnen und -dichtern, Komponisten und Komponistinnen, Musikern und Musikerinnen, Verlagen, Labels, Veranstaltern und Veranstalterinnen sowie Bookerinnen und Bookern.

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