Basis für Erinnerungskultur:

40 Jahre Gedenkort Neuengamme

Vor 40 Jahren, am 18. Oktober 1981, wurde am Rande des damals noch als Gefängnisstandort fungierenden einstigen Lagergeländes des KZ Neuengamme das „Dokumentenhaus Neuengamme“ eröffnet.

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme wurde zunächst als Außenstelle dem Museum für Hamburgische Geschichte zugeordnet. Besucher*innen konnten sich erstmals vor Ort in einer Ausstellung über die Geschichte des Lagers informieren; Überlebende bekamen eine Anlaufstelle; eine rege Forschungs-, Vermittlungs- und Vernetzungstätigkeit begann.
Der Jahrestag der Eröffnung der ersten Ausstellung wurde mit einer Jubiläumsveranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Historische Museen Hamburg und dem ihr zugehörigen Museum für Hamburgische Geschichte begangen. Das Programm des Abends startete mit Grußworten von Dr. Dorothee Stapelfeldt (Senatorin Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen) und Prof. Dr. Hans-Jörg Czech (Direktor und Vorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg). Es folgten filmische Impressionen vom damaligen „Dokumentenhaus“. Dessen Bedeutung für die Entwicklung der Hamburger und norddeutschen Erinnerungskultur an die NS-Verbrechen wurdr in einem anschließenden Vortrag von Cornelia Siebeck skizziert. Im Rahmen eines Podiumsgesprächs kamen schließlich mit Prof. Dr. Ludwig Eiber, PD Dr. Hermann Kaienburg, Carmen Lange und Sigi Pach Zeitzeug*innen der Gründungsphase zu Wort.
Dr. Oliver von Wrochem (Leiter KZ-Gedenkstätte Neuengamme): „Jahrzehntelang hatten Überlebende und ihre Angehörigen die Freie und Hansestadt Hamburg aufgefordert, das 1965 errichtete Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer des KZ Neuengamme durch historische Informationen zu ergänzen. Mit dem 1981 eröffneten ‚Dokumentenhaus‘ wurde die Grundlage für eine lebendige, arbeitende Gedenkstätte am Ort des ehemaligen KZ Neuengamme geschaffen. Gerade auch vor dem Hintergrund des aktuellen Rechtsextremismus wollen wir daran erinnern, dass Gedenkstätten keine Selbstverständlichkeit sind, sondern mühsam erkämpft und verteidigt werden müssen.“
Prof. Bettina Probst (Direktorin Museum für Hamburgische Geschichte): „Es ist uns ein großes Anliegen, das Engagement der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte sichtbarer zu machen. Als Museum für Hamburgische Geschichte möchten wir die Arbeit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme flankieren und als Kooperationspartner aktiv unterstützen. Gemeinsam treten wir Rechtsextremismus, Faschismus und Rassismus entschieden entgegen. Auch ist die KZ-Gedenkstätte Neuengamme für uns ein wichtiger Ansprechpartner im Rahmen der Neukonzeption unserer Dauerausstellung.

Quelle: www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de

 

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